Microsoft Routenplaner erkennt Staus schon vorher

Internet & Webdienste Microsoft will Heute einen neuen Webdienst vorstellen, der das Autofahren leichter machen soll. Der Routenplaner soll über umfangreiche Funktionen zur Stauumgehung verfügen, die von der Forschungsabteilung des Softwarekonzerns entwickelt wurden. Die "Clearflow" genannte Technologie wurde nach Angaben der New York Times binnen der letzten fünf Jahre von einer Forschungsgruppe für Künstliche Intelligenz bei Microsoft erarbeitet. Mit Hilfe von verschiedenen Software-Modellen sollen Staus auch bei komplizierten Verkehrssystemen frühzeitig vorausgesagt werden.

Clearflow wird als Teil des Microsoft Kartendiensts Windows Live Maps eingeführt und soll zunächst für 72 amerikanische Städte verfügbar sein. Die Hauptfunktion ist die Ermittlung von genauen Informationen zu Alternativrouten bei Staus auf Schnellstraßen und deren Zubringern.


Microsoft bietet bei Live Maps schon seit dem letzten Jahr einen Stauwarner, dieser bezieht jedoch die Zubringer nicht mit ein. Dadurch sind die Angaben zu Staus nicht immer verlässlich. Mit dem neuen System soll gegebenenfalls immer der zeitlich kürzeste Weg ermittelt werden können. Manchmal werden also Empfehlungen angeboten, die für den Fahrer nicht nachvollziehbar sind.

Unter anderem könnte es vorkommen, dass das System dem Fahrer empfiehlt, auf einem verstopften Stück Straße auf das abklingen des Staus zu warten, statt eine Alternativroute einzuschlagen. Der Fahrer versteht dies im ersten Augenblick vielleicht nicht, Hintergrund ist aber, dass auch mögliche Engpässe auf den Ausfallrouten in die Berechnung der Empfehlung einfließen.

Der neue Dienst geht auf den Microsoft-Forscher Eric Horvitz zurück, der sich 2003 nach einem - trotz Navigationssystem - langen Tag im Stau auf die Suche nach einer Lösung für das Problem der verstopften Ausweichrouten machte. Er war vor einem Stau auf dem Highway "geflohen", fand sich kurze Zeit später aber mit tausenden anderen Fahrern im Stau auf einem der Zubringer wieder.

Horvitz entwickelte daraufhin ein System, mit dem sich Daten zum Verkehr auf den Straßen um Microsofts Hauptquartier und im Großraum Seattle mit wenig Aufwand sammeln ließen. Microsoft-Mitarbeiter halfen ihm dabei, indem sie GPS-Geräte in ihren Autos mitführten. Schließlich waren genug Daten gesammelt, um für einen Großteil der Straßen in der Region um Seattle Analysen vorzunehmen.

Das so geschaffene Modell wurde dann auf andere Städte übertragen. Zusammen mit den Daten von zahllosen Verkehrsüberwachungsanlagen lassen sich nun Staus vorhersagen und je nach Tageszeit passende Alternativrouten ermitteln. Ob und wann dies auch für deutsche Städte möglich sein wird, ist unklar.
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