Yahoo-Poker: Microsoft schmiedet neuen Web-Riesen

Internet & Webdienste Der Eiertanz um die Übernahme des Internetkonzerns Yahoo durch Microsoft geht in eine neue Runde. Yahoo hatte angekündigt, sich mit allen Mitteln gegen das Geschäft zu stemmen und geht jetzt sogar so weit, Werbung des Konkurrenten Google in seinen Suchergebnissen anzuzeigen.

Außerdem arbeitet Yahoo laut US-Medienberichten an einem komplizierten Deal, in dessen Rahmen man vom Medienriesen Time Warner dessen Internetsparte AOL übernehmen würde. Microsoft soll unterdessen mit dem weltgrößten Medienkonzern News Corporation über ein gemeinsames, aufgestocktes Übernahmeangebot für Yahoo führen.

Microsoft hatte vor rund zwei Monaten weit über 40 Milliarden US-Dollar für den Kauf von Yahoo geboten. Der Suchmaschinenbetreiber lehnte die Offerte jedoch als zu niedrig ab. Seitdem wird mit harten Bandagen um den Deal gerungen. Mit der nun angekündigten Zusammenarbeit zwischen Yahoo und Google hat man in Redmond ein ernst zu nehmendes Problem.


Yahoo will einen kleinen Teil des gesamten Werbevolumens seiner Websuche mit Werbung füllen, die von Google geliefert wird. Angeblich handelt es sich dabei lediglich um ein Pilotprojekt. Für Microsofts Chef-Justiziar Brad Smith ist jede Kooperation zwischen Yahoo und Google im Werbemarkt aber weiter ein rotes Tuch.

Er warnte kurz nach Bekanntwerden der Zusammenarbeit vor den zu erwartenden massiven Bedenken der Wettbewerbsbehörden. Eine Ausweitung der Kooperation würde Google laut Smith die Kontrolle über bis zu 90 Prozent des Online-Werbemarkts geben. Auf mögliche Monopolvorwürfe gegen einen Zusammenschluss zwischen Yahoo und Microsoft ging er nicht ein.

Ein gemeinsames Übernahmeangebot von Rupert Murdochs News Corporation und Microsoft hätte ähnliche Folgen. Gemeinsam würden die Unternehmen - sollte ein solches Geschäft jemals zu Stande kommen - Yahoo, MSN, MySpace und AOL kontrollieren. Eine solche Bündelung dürfte vor allem Datenschützern Sorgen machen.
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So rein vom Gefühl her würde mir eine Übernahme von Yahoo durch Microsoft besser gefallen als dass Yahoo enger mit Google zusammenarbeitet. Google hat auch alleine schon die Nase vorn.
 
@slic0r: bezüglich des Datenschutzes meinen die wahrscheinlich die IM. Weil diese drei Unternehmen haben sicher einen enormen Einfluss auf diesen Markt und decken wahrscheinlich den grössten Teil weltweit ab.Da macht zB. das ICQ Protokoll wahrscheinlich nicht mehr viel aus.Und die Leute dieser Welt plaudern über alles in IM:-)
 
@makaveli: Schonmal was von OTR gehört?
 
@makaveli: Wer das AOL IM-Netz kontrolliert hat auch die Kontrolle über ICQ. Das wurde damals für satte 280 Millionen Dollar an AOL verkauft. AIM und ICQ nutzen auch das gleiche Protokoll. Nennt sich OSCAR. AIM benutzt allerdings das volle Protokoll, ICQ nur den "einfacheren" Teil. Blieben also nur Skype und Jabber (also der Google IM) übrig...
 
@slic0r: Hm also rein Gefühl würde ich es besser finden sie bleiben alle Getrennt. Ob MS oder Google (zusammenarbeit), beides ist schlecht.


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