Außenministerium will Microsofts OOXML nicht nutzen

Wirtschaft & Firmen Obwohl Microsoft Dokumentenformat Office Open XML (OOXML) inzwischen zum ISO-Standard ernannt wurde, will es das Auswärtige Amt nicht einsetzen. Das Bundesinnenministerium empfiehlt in seinem Dokument "Standards und Architekturen für E-Government- Anwendungen" das konkurrierende OpenDocument- Format (ODF). Rolf Theodor Schuster, Leiter der IT-Abteilung des Außenministeriums, bemängelt vor allem, dass Microsofts OOXML nicht plattformunabhängig angeboten wird. Seiner Meinung nach reicht es nicht aus, dass Novell den Standard in Suse Linux implementieren wird. Hintergrund: Das Auswärtige Amt migriert derzeit seine rund 11.000 Desktop-PCs auf Linux.

Schuster kritisiert weiter, dass der ISO-Standard nicht einheitlich umgesetzt wird. So gibt es Implementierungen, die nur einen Teil des Funktionsumfangs nutzen. Microsofts Office 2007 dagegen bietet viel mehr, als eigentlich im Standard beschrieben wird. Solange sich diese Punkte nicht ändern, wird man im Auswärtigen Amt auf Office Open XML verzichten.

Das Bundesinnenministerium empfiehlt wie bereits erwähnt den ISO-Standard OpenDocument, der in direkter Konkurrenz zu OOXML steht. Das Format von Microsoft steht noch unter Beobachtung.
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