EMIs Strategiechef hält nichts von Filesharing-Klagen

Filesharing Die Majorlabels dieser Welt verklagen seit regelmäßig Otto Normalverbraucher wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen. Geht es nach Glen Merrill, der vor kurzem vom Suchmaschinenbetreiber Google zur Musikkonzern EMI wechselte, ist dies der falsche Weg. Merrill war bisher Chief Information Officer bei Google und übernimmt bei EMI nun eine neue Rolle, bei der er für die "digitale Strategie" des Unternehmens verantwortlich ist. Seine Aufgabe ist es also, dafür zu sorgen, dass EMI auch in Zeiten von Filesharing und Internet noch gute Geschäfte machen kann.

Der neue Vordenker bei EMI will offenbar einiges anders machen als bisher. Er erklärte gegenüber der britischen Zeitung The Guardian, dass man bei EMI für das Ausprobieren neuer Geschäftsmodelle offen sei. Es gebe Forschungsergebnisse die belegen, dass Filesharing für viele Künstler eine gute Sache und unbedingt schlecht sein kann.

Man müsse zunächst eine Reihe von Experimenten machen, um so herauszufinden, was das beste Geschäftsmodell ist, sagte er weiter. Ein definitiv falscher Ansatz sei das Verklagen der eigenen Kunden - er denke nicht, dass es sich um eine dauerhaft haltbare Strategie handelt, so Merrill.

Bei seinen "Experimenten" - zu denen auch Entlassungen und die Kündigung von Verträgen mit einigen Künstlern gehören - will sich Merrill zum Teil am Erfolg seines früheren Arbeitgebers Google orientieren - werbefinanzierte Musik-Downloads in Verbindung mit zielgruppengenauer Werbung stehen bereits auf dem Plan.
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