Seagate: Patentklagen als Erfolgsbremse für SSDs

Hardware Solid State Drives (SSD) sind die Zukunft. Dies behaupten zumindest ihre Hersteller. Immer mehr Unternehmen, allen voran die Hersteller herkömmlicher Festplatten, sehen die neuen Flash-basierten Speicherlaufwerke als den richtigen Weg. Einzig der Marktführer Seagate gibt sich trotz eigener Aktivitäten in diesem Bereich weiterhin skeptisch.

Im Gespräch mit Fortune erklärte Seagate-CEO Bill Watkins kürzlich, warum er nicht viel von dem Hype um SSDs hält. Vor allem die Kosten sind seiner Meinung nach eine Hürde. Die Chancen, dass die Laufwerke schnell günstiger werden, schätzt Watkins als eher gering ein. Notebooks mit Flash-Laufwerken seien kaum attraktiv, schließlich würden sie nur einen geringen Mehrwert bieten.

Für den Fall, dass die Preise für Flash-Speicher aber weiter fallen wie bisher, hält Seagate sich eine rechtliche Hintertür offen, um den Siegeszug der SSD etwas auszubremsen. Watkins macht keinen Hehl daraus, dass er gegen die Hersteller von SSD-Laufwerken klagen wird, wenn deren Erfolg die eigenen Umsätze bedroht.

Er sei sich sicher, dass SSD-Hersteller wie Samsung und Intel gegen Patente von Seagate verstoßen. Dies betreffe vor allem Technologien zur Kommunikation zwischen Speicherlaufwerk und Computer, die von Seagate und dem Konkurrenten Western Digital vor langen Jahren einmal patentiert wurden.

Tatsächlich könnte Watkins seine Anwälte schon früher zu Rate ziehen müssen als gedacht. Intel-Boss Paul Otellini kündigte erst kürzlich an, verstärkt in den Markt für SSDs vordringen zu wollen, um die eigenen Lager zu räumen, in denen sich riesige Vorräte von Flash-Chips stapeln, die inzwischen kaum noch etwas wert sind.

Sollte Intel damit beginnen, günstige SSDs für Laptops und andere mobile Endgeräte aggressiv zu vermarkten, dürften die Konkurrenten wie SanDisk oder Samsung ihrerseits mit Preissenkungen reagieren. Dann würde auch das letzte Hindernis für einen Erfolg im Massenmarkt wegfallen. Für Notebook-Kunden und Patentanwälte wird das Jahr 2008 also noch einige interessante Entwicklungen bereit halten, prophezeit Fortune.
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