Polizei beschlagnahmt 10 Server mit illegalen Kopien

Internet & Webdienste Nach Angaben der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat die Kriminalpolizei in Frankfurt der internationalen "Raubkopierer"-Szene einen schweren Schlag versetzt. Ermittler sollen bereits in der letzten Woche eine ganze Reihe von Servern bei einem vor Ort ansässigen Provider beschlagnahmt haben.

Insgesamt wurden zehn Rechner vom Netz genommen. Auf fast allen Systemen wurden den Angaben zufolge riesige Mengen illegaler Kopien von aktuellen Filmen, Serien, Musik und Software gefunden, die gegen Bezahlung zum Download verfügbar waren. Rechner Nummer 10 wurde als Tracker verwendet, der den Tausch der illegalen Kopien über Filesharing ermöglichte.


Monatlich sollen laut GVU rund 60 Terabyte Datenverkehr über die Server gegangen sein. Dies entspricht fast 14.000 handelsüblichen DVDs, rechnen die Urheberrechtsschützer vor. Die Daten wurden angeblich mehr als 13.000 "Kunden" aus aller Welt angeboten. Die Server wurden von einem US-Amerikaner gemietet, heißt es weiter.

Der Ermittlungserfolg der Spezialisten für Internetkriminalität von der Frankfurter Polizei soll auf einen Tipp des US-Filmverbands MPAA zurück zu führen sein. Die Lobbygruppe will die in Deutschland gemieteten Server als Quelle für die illegale Raubkopie eines aktuellen Kinofilms ausgemacht haben, indem man deren Ursprung mit Hilfe eines individuellen, digitalen Wasserzeichens nachvollzog.

Mittlerweile wurde das Bundeskriminalamt eingeschaltet. Derzeit würden die beschlagnahmten Server ausgewertet. Die Beamten gehen davon aus, dass im Rahmen der nun folgenden Ermittlungen mit weiteren Festnahmen und der Beschlagnahmung weiterer Server zu rechnen ist.

Vielen Dank an ZoFFi für den Hinweis!
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Ich würd gern mal wissen was mehr kostet. der verlust durch raubkopien oder die verfolgung.
 
@sorduk: Die Verfolgung zahlen die ehrlichen Kunden und der Steuerzahler. Die Höhe der Kosten ist daher wohl irrelevant.
 
@sorduk: Mit Sicherheit der Verlust durch Raubkopien, auch wenn das viele nicht gerne hören.
 
@sorduk: Wenn man so rechnet, wie die Musikindustrie auf jeden Fall :) Aber wer will es denn verübeln? Niemand verkauft etwas und sieht es dann gerne, wenn Millionen es kostenlos nutzen... Aber solche Diskussionen gibts ja schon genug!
 
@swissboy: Der Verlust kann doch gar nicht ermittelt werden, die Kosten für die "Straf"verfolgung schon.


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