Bundesbehörden verloren 500 Computer in 3 Jahren

In deutschen Behörden sind in den letzten drei Jahren rund 500 PCs und Laptops verloren gegangen. Ein Bundestagsabgeordneter der FDP wirft der Verwaltung nun einen unverantwortlichen Umgang mit den teilweise sensiblen Daten vor. Carl-Ludwig Thiele von der FDP fragte an, wie viele PCs in welchen Behörden verloren gegangen sind. In einer kurzen Mitteilung des Bundesinnenministeriums heißt es, dass rund 500 Notebooks und Computer "gestohlen worden, verloren gegangen oder unauffindbar" sind, berichtet Spiegel Online. Davon sollen die "meisten Bundesbehörden" betroffen sein.

"Die Anzahl der PC-Verluste zeigt, dass in Bundesbehörden unverantwortlich mit Datenträgern umgegangen wird", sagte Thiele. Er fordert, dass die Regierung sicherstellen muss, dass vertrauliche Daten nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Desweiteren muss aufgeklärt werden, welche Daten sich auf den verlorenen Computern befanden. Dies ging aus der Antwort des Ministeriums nicht hervor.

Dass die Datensicherheit in Bundesbehörden nicht immer gewährleistet ist, deckte der Spiegel bereits im letzten Jahr auf. So stellte man fest, dass mehrere PCs im Kanzleramt und im Wirtschaftsministerium mit Trojanern infiziert waren. Mit diesen kleinen Programmen können Angreifer die Daten auf einer Festplatte ausspionieren.
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