Microsoft will Linux auf neuen Surf-PCs Paroli bieten

Windows Intel hat mit den so genannten Ultra Mobile PCs (UMPC) und den Mobile Internet Devices (MID) neue Hardwarekategorien geschaffen, die sich auf den ersten Blick kaum unterscheiden lassen. Beide sind ultrakompakt und eigentlich vollwertige PCs. Der einzige Unterscheidungspunkt ist laut Intel, dass MIDs mit einem etwas kleineren Display und ohne Office-Funktionen daher kommen. Intel und seine Hardwarepartner setzen bis dato auf MIDs vor allem auf Varianten des freien Betriebssystems Linux, da diese schnell und recht problemlos für die kleinen Bildschirme der mobilen Internetmaschinen angepasst werden können. Windows XP oder Vista lassen sich darauf kaum einsetze, weil die Displays einfach zu klein für die Microsoft-Betriebssysteme sind, welche für Desktop- und Notebook-PCs entwickelt wurden.

Da der Markt für mobile Internetgeräte - unabhängig vom Namen - nach Meinung vieler Beobachter in den kommenden Jahren explodieren wird, hat Microsoft nun allerdings ein Problem. Es fehlt an der richtigen Plattform für die neuen Produkte, die nach dem Willen der Hersteller bald genauso alltäglich sein sollen wie Handys.

Windows XP und Vista kämen zwar sicherlich in Frage, doch es wäre wohl extrem viel Anpassungsarbeit notwendig. Bei der Suche nach einem Gegenstück zu Linux auf den Mobile Internet Devices ist Microsoft nun offenbar fündig geworden. Die jüngsten personellen Veränderungen innerhalb des Unternehmens legen nahe, dass das Smartphone-Betriebssystem Windows Mobile auf MIDs Einzug halten soll.

Microsoft hat kürzlich den Entwickler Len Kawell als Distinguished Engineer in der Mobile Communications Business Group eingestellt, der in dieser Position helfen soll, Windows Mobile für die Verwendung auf Mobile Internet Devices anzupassen. Seine Aufgabe wird es unter anderem sein, das System für die im Vergleich zu Smartphones größeren Displays und schnelleren Prozessoren zu optimieren.

Außerdem soll Kawell die richtigen Nutzungsmodelle für Webanwendungen finden, die mal on- und mal offline nutzbar sein sollen. Noch bleiben MIDs zwar ohnehin Zukunftsmusik, doch Microsoft will offenbar dem freien Betriebssystem Linux dieses neue Feld nicht einfach so überlassen. Zudem scheint man langsam zu erkennen, dass ein Desktop-Betriebssystem nicht unbedingt die beste Wahl für einen besonders kompakten, mobilen Internet-PC ist.
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