Microsoft & Eclipse machen Java-Programme schöner

Microsoft Microsoft hat sich ein klein wenig mehr Glaubwürdigkeit in der Open-Source-Szene erkämpft. Wie das Unternehmen bekannt gab, will man mit der Eclipse Foundation zusammenarbeiten. Gemeinsam will man das Eclipse Standard Widget Toolkit (SWT) mit der Windows Presentation Foundation (WPF) kompatibel machen.

Wie Sam Ramji, Chef von Microsofts Open-Source Software-Labor während seiner Eröffnungsansprache anlässlich der EclipseCon 2008 erklärte, wird es Java-Entwicklern dadurch erleichtert, Anwendungen zu entwickeln, deren Oberfläche sich in das Look-and-Feel von Windows einfügt, so dass diese eher wie native Anwendungen wirken.


Microsoft arbeitet erstmals mit der Eclipse Foundation zusammen. Vorerst will das Unternehmen auch nicht Mitglied der Vereinigung werden. Die Eclipse Foundation entwickelt ein gleichnamiges Open-Source-Framework, das für die Entwicklung von Software verschiedenster Art verwendet werden kann. Die wohl am weitesten verbreitete Nutzungsform ist die Entwicklung mit Java.

Ramji erklärte die Entscheidung für die Zusammenarbeit damit, dass Microsofts nur Profit machen könne, wenn seine Software-Plattformen von Drittanbietern genutzt werden. Man verdiene an einer freien Software letztlich ebenso viel wie an einem kommerziellen Produkt eines Drittherstellers - nichts. Daher werde man weiter darauf setzen, die beste Plattform für die Software von Dritten zu bieten - egal ob Open-Source-Entwickler oder Anbieter proprietärer Software.
Diese Nachricht empfehlen:
 
Klingt ja ganz gut. Vielleicht sollte Windows auch etwas offener werden, zumindest zum Teil wie bei MacOSX. Wäre auch schön, wenn sie die alten Windows Versionen, die nicht mehr supportet werden freigeben würden zB NT4 oder Windows98
 
@blisss: Naja, Windows 98 hat zum Teil schon Technologien integriert, bei dem selbst XP-Programme noch darauf zugreifen. Man glaubt garnicht, wieviele Spiele & Programme auch auf Win98SE (+ allen möglichen DLLs) noch völlig problemlos und ohne Hürden laufen, obwohl der Hersteller als Minimum ein Win2000 oder WinXP verlangt... Ich glaube kaum, dass MS ein Win98 freigeben würde (was ich mir allerdings wünsche würde, wäre, die alten "Windows 1.x-3.x" freizugeben, hier hätte MS wirklich keinen Wettbewerbsnachteil mehr zu befürchten^^)
 
Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll... Wenn ich mich recht erinnere, hat MS sowas ähnliches auch mal bei Java versprochen, und herausgekommen ist eine IDE von Windows, die statt der Funktionen der JVM die der Win32-API nutzte, inklusive undokumentierten Features und damit quasi nicht mehr portabel waren (am Besten mal in Wikipedia den Suchbegriff "Microsoft" eingeben). Dass MS urplötzlich auf Drittanbieter zugeht anstatt ihre Produkte zu verdrängen, passt nicht wirklich an die früheren Vorgehensweisen von Microsoft... Haltet mich für paranoid, aber ich traue dieser Sache nicht wirklich...
 
@Astorek: Die Erklärung zum Schluß hört sich doch ganz plausibel an, oder nicht? Außerdem war die OpenSource-Szene (und vor allem der Begriff an sich) vor einigen Jahren noch nicht so groß wie heute und fand bei MS daher auch nicht so viel Beachtung wie heute.
 
Sehr schön, jetzt verhunzt Microsoft auch noch die letzte gute IDE!


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles

MSDN Online

News für Entwickler