100.000 Unterschriften für 'Rettung' von Windows XP

Windows Angesichts der in den Medien propagierten Probleme mit Windows Vista, schrecken viele Anwender vor einem Wechsel auf das im Januar 2007 erschienene Betriebssystem und setzen weiter auf den Vorgänger Windows XP. Dennoch will Microsoft XP ab Mitte des Jahres in Rente schicken und den Verkauf einstellen. Gegen diese Entwicklung hat sich schon vor Monaten eine Art Protestbewegung entwickelt, an deren Spitze sich der US-Branchendienst InfoWorld mit seiner Kampagne "Save XP gestellt hat. Ziel ist es, möglichst viele virtuelle Unterschriften der Nutzer von Windows XP zu sammeln und bei Microsoft einzureichen. Auf diesem Weg will man den Softwarekonzern dazu bewegen, XP weiter zu vertreiben.

Jetzt hat InfoWorld erneut ein Zwischenfazit gezogen und bekannt gegeben, dass man die 100.000-Unterschriften-Marke hinter sich lassen konnte. Seitdem die Petition Mitte Januar ins Leben gerufen wurde, sind erst gut neu Wochen vergangen. Die Initiatoren bezeichneten ihr Projekt deshalb nun erneut als großen Erfolg.

Das Medienecho sein beeindruckend, doch noch immer habe sich auf Seiten von Microsoft nichts getan. InfoWorld habe um ein Treffen mit den Entscheidern aus Redmond gebeten, um die Petition abgeben und die angeblich bestehenden Probleme zu diskutieren. Microsoft habe dies jedoch abgelehnt, obwohl das Unternehmen weiterhin darauf beharrt, sich nach den Wünschen seiner Kunden zu richten, kritisierten die Initiatoren.

Sie forderten erneut, dass Microsoft Windows Vista schnell vergessen und durch ein besseres Produkt ersetzen sollte, wie es schon einmal bei Windows Millenium und Windows 2000 der Fall war. Dann solle wie schon bei Windows 98 eine "zweite Edition" veröffentlicht werden, die Vistas Vorteile integriert, heißt es. Schließlich soll sich Microsoft auf die Arbeit an Windows "7" konzentrieren und nicht länger versuchen, den Kunden Vista aufzudrängen, so Galen Gruman von InfoWorld.

Wenn dies zu radikal sei, müsse eben eine "zweite Edition" von XP her, während man weiter versucht Vista zu überarbeiten. Am Ende würde dann Windows "7" als gemeinsames Upgrade-Ziel Einzug halten. Diese Methode habe sich schließlich schon bei Windows 98 Second Edition und Windows 2000 bewährt. Insgesamt müsse Microsoft endlich zugeben, dass man mit Vista falsch liegt und "aufhören, so zu tun, als wäre alles in Ordnung."

Den Initiatoren der Kampagne, die von einigen Beobachtern auch als Publicity-Stunt kritisiert wurde, wollen mit ihrer Unterschriftensammlung hauptsächlich dafür sorgen, dass XP weiter im Handel angeboten wird. Es gehe nicht um die Länge der Support-Lebenszyklen von Microsofts Produkten oder ähnliche Kritikpunkte.

Microsoft will den Vertrieb der Retail-Versionen von Windows XP zum 30. Juni 2008 einstellen. Eigentlich sollte das "alte" Betriebssystem schon zum Anfang des Jahres aus den Regalen verschwinden, Microsoft verlängerte die Verfügbarkeit aber. Wie gut die Erfolgsaussichten der "Save XP" Kampagne tatsächlich sind, wird sich zeigen müssen.

Weitere Informationen: InfoWorld Save XP Kampagne
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