China sperrt YouTube: Keine Videos zur Krise in Tibet

Internet & Webdienste Nachdem sich die Lage in Tibet im Laufe der letzten Tage massiv zugespitzt hat, will die chinesische Regierung offenbar den Fluss von unabhängigen Informationen aus der Region behindern. Dabei greift man nun auch zu Zensurmaßnahmen und sperrt den Zugriff auf das US-Videoportal YouTube.

Zahllose chinesische Internet-Nutzer melden westlichen Medien derzeit, dass sie nicht mehr auf die bekannte Video-Seite zugreifen können. Es soll nicht mehr möglich sein, eine Ping-Anfrage an YouTube.com abzusetzen, da sämtlicher Verkehr geblockt wird, heißt es.


Die Betroffenen werfen der chinesischen Regierung vor, dass sie die Veröffentlichung kritischer Videos über YouTube mit ihrer Sperre verhindern will. Bisher sind zwar bereits einige Videos hochgeladen worden, die die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei in Tibet zeigen, doch nur bei der US-Version von YouTube.

Die chinesisch-sprachigen Ausgaben des Videoportals filtern regimekritische Inhalte ohnehin, weshalb sie auch weiterhin erreichbar sind. YouTube wird immer wieder von Regierungen gesperrt, weil man so verhindern will, dass bestimmte Videos in einigen Ländern angesehen werden.

Erst im Februar kam es zu einem Totalausfall von YouTube, die durch eine Sperrung des Portals in Pakistan ausgelöst wurden. China wies unterdessen Berichte, wonach durch Schüsse bereits rund 90 Demonstranten ums Leben gekommen sein sollen. Seit Jahren gibt es immer wieder massive Proteste gegen die chinesischen Besetzer.

Update: Mittlerweile wurde bekannt, dass offenbar auch die US-Seiten von Google News nicht mehr von China aus erreichbar sind. Google News sammelt normalerweise Nachrichten aus hunderten Quellen und bildet dieser in übersichtlicher Form an. Die Chinesen wollen durch die Sperrung offenbar den Einfluss ausländischer Nachrichtenquellen auf die Bevölkerung eingrenzen.

Weitere Informationen: YouTube-Videos zur aktuellen Lage in Tibet
Diese Nachricht empfehlen:
 
Der Zugang zu YouTube ist bereits seit Samstag durch die chinesische Regierung gesperrt.
 
Ich finde es immer wieder bezeichnend für unsere heutigen Diktaturen, wie da die Prioritäten mittlerweile gesetzt werden. Der zweite, direkt auf die Menschenrechtsverletzungen folgende Schritt ist heutzutage grundsätzlich erst mal die Sperrung von YouTube. Daran sieht man doch auch, wieviel Angst die Machthaber solcher Länder vor einem informierten Volk mit eigener Meinung haben (müssen). Ein Grund mehr, jeglicher Zensur - auch bei uns - bei jeder Gelegenheit Knüppel zwischen die Beine zu werfen.
 
Ach ja China. Der lernen es nie. Und wenn deswegen wieder youtube weltweit ausfällt flipp ich aus!
 
@Cutin: Hehe joa, wenn Menschen in Tiebet abgeschlachtet werden, möchte ich wenigstens noch auf YouTube "Leave Britney Alnone" gucken können....
 
Ich bin immer etwas verwundert wenn ich die Youtube News lese bezüglich Sperrung. Warum sperren die immer nur YouTube? Es ist sicherlich das bekannteste seiner Art aber es gibt doch viele alternativen. Ich kann mir gar nicht vorstellen das die Chinesen so doof sind und dann nicht alternativen benutzen.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

Community

  • Neue Kommentare
  • Neue Mitglieder

WinFuture wird gehostet von Artfiles