Wal-Mart: Linux-PCs "nicht, was die Kunden suchen"

Linux Als der US-Einzelhandelsriese Wal-Mart vor einigen Monaten besonders günstige PCs mit dem freien Betriebssystem Linux in sein Angebot aufnahm, wurde dies von einigen Beobachtern als möglicher Durchbruch für die Windows-Alternative auf dem Desktop gesehen. Jetzt hat Wal-Mart allerdings bekannt gegeben, dass man die Geräte wieder aus dem Programm nimmt. Das Ganze war ohnehin als Test gedacht. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit mangelndem Interesse von Seiten der Kunden. Die Linux-PCs waren "nicht das, wonach unsere Kunden suchten", so Wal-Mart-Sprecherin Melissa O'Brien gegenüber US-Medien.


Wal-Mart hatte versucht, den so genannten gPC des Herstellers Everex zum Preis von knapp 200 US-Dollar in seinen Supermärkten zu vertreiben. Das Gerät wird voll vorkonfiguriert mit Anwendungen für die meisten Nutzungsaufgaben geliefert. Die Handelskette hatte die Geräte abverkauft, entschloss sich nun aber, die Lager nicht wieder zu füllen.

Der Hersteller Everex sieht die Entscheidung der Amerikaner nicht als negatives Zeichen für Linux auf dem Desktop. Stattdessen verwies man darauf, dass sich der Vertrieb des gPC über das Internet eher lohnen würde als im normalen Einzelhandel. Wal-Mart machte keine Angaben darüber, wie oft der billige Linux-PC verkauft werden konnte.


Desktop von gOS

Wal-Mart bietet eine auf Windows Vista basierende Variante des gPC weiterhin an. Ob das Ende des Vertriebs eines extrem günstigen Linux-PCs über Amerikas größtes Einzelhandelsunternehmen bedeutet, dass das freie Betriebssystem noch nicht für den Massenmarkt reif ist, lässt Raum für Spekulationen.

Auf den Systemen, die ohne Monitor, aber mit Maus, Tastatur und Lautsprechern vertrieben wurden, läuft das so genannte gOS. Dabei handelt es sich um eine Variante von Linux, die für die Nutzung von Googles Webdiensten angepasst wurde.
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