CeBIT: Neuseeländer wollen die Maus neu erfinden
Die neuseeländische Firma Simtrix will mit ihren Produkten "Triped" und "Slider" dafür sorgen, dass man auch unterwegs oder auf dem Sofa effektiv mit dem Mauscursor navigieren und arbeiten kann. Traditionelle Touchpads bremsen angeblich den Arbeitsfluss und oft gibt es keine Möglichkeit eine normale Maus einzusetzen.
Mit Hilfe einer Swiftpoint getauften Technologie und den ungewöhnlichen neuentwickelten Bediengeräten soll dieses Problem gelöst werden. Bei Triped handelt es sich um eine auf den ersten Blick etwas seltsame Konstruktion mit - wie der Name schon vermuten lässt - drei "Beinen". Das Gerät ist vor allem für die Nutzer von Tablet-PCs oder auch Multitouch-Displays gedacht.

Je nachdem, welche Eingaben man erledigen will, wird das Triped anders gehalten, so dass eine der Spitzen als Stylus funktionieren kann, oder man das Gerät wie eine Art Maus einsetzt. Noch universeller lässt sich der ebenfalls hier auf der CeBIT gezeigte "Slider" einsetzen.
Je nachdem, wie man das Gerät hält, kann es als Stylus oder Maus genutzt werden, wobei es vor allem den Wechsel zwischen Maus- und Tastatureingaben erleichtern soll. Statt jedes mal beim Wechsel der Eingabemethode zur Maus greifen zu müssen, behält man den "Slider" einfach dauerhaft in der Hand. Zur Navigation mit dem Cursor lässt Simtrix die Oberfläche der Tastatur zum Mauspad mutieren.

Der Anwender braucht also keinen zusätzlichen Platz, um mit der Maus agieren zu können. Gerade im Wohnzimmer soll dies praktisch sein, wenn man zum Beispiel mit Microsofts Windows Media Center vom Sofa aus surfen will. Insgesamt will Simtrix so ein Eingabegerät bieten, dass Maus und Stylus so kombiniert, dass man ergonomischer arbeiten kann, und diverse Aufgaben universell erledigen kann.
Bei Tests an der Universität Canterbury will man festgestellt haben, dass die Anwender im Vergleich zu einem herkömmlichen Touchpad schon nach kürzester Zeit eine Steigerung der Genauigkeit beim Umgang mit der Maus und damit auch der Arbeitsgeschwindigkeit von 30 bis 40 Prozent spürten. Schon nach 20 Minuten wollten die Teilnehmer der Studie ihr Swiftpoint-Gerät nicht mehr missen.

Noch steckt die Technologie hinter Triped und Slider allerdings in der Entwicklungsphase. Der Betrieb kann entweder mittels magnetischer Felder oder Ultraschall erfolgen. Entsprechende Sensoren müssten in Laptops, Keyboards oder in Form von USB-Sticks integriert werden, wofür man auf die Kooperation mit Hardwareherstellern setzt. Simtrix hat nach eigenen Angaben bereits Kontakte zu Microsoft und vor allem dem Peripheriegerätehersteller Logitech geknüpft, die jeweils großes Interesse an der Technologie bekundet haben.
Sollten erfolgreiche Kooperationen zustande kommen, dürfte es innerhalb weniger Jahre zum Beispiel erste drahtlose Multimedia-Keyboards geben, die in Kombination mit dem Slider genutzt werden können. Ein entsprechendes Konzeptgerät ist auf der CeBIT 2008 bereits zu sehen (Bild oben).
WinFuture Special: CeBIT 2008 in Hannover
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