Vista-Sticker als Mittel zur Lagerräumung bei Intel?

Microsoft Erst am vergangenen Montag haben wir darüber berichtet, dass zahlreiche Microsoft-Kunden in den Vereinigten Staaten eine neue Sammelklage gegen das Unternehmen eingereicht haben. Nun sind weitere Informationen zum Gerichtsverfahren aufgetaucht. Microsoft-Mitarbeiter sollen bereits im voraus von möglichen Problemen beim Verkauf dieser Vista-Version gewusst haben. So zumindest steht es in der Klageschrift gegen den Softwaregiganten. Dabei verweisen die Kläger auch auf unternehmensinterne Dokumente und E-Mail-Wechsel, aus denen angeblich eindeutig hervorgeht, dass Microsoft die abgeschwächte Vista-Version nur auf den Markt gebracht hat, um dem Chiphersteller Intel unter die Arme zu greifen.

"Computer nicht Aero-fähig"
In einem konkreten Fall, hatten zwei Mandanten der Anwaltskanzlei Gordon, Tilden, Thomas & Cordell einen Computer gekauft, den das "Vista Capable"-Logo zierte. Nach der Einführung von Windows Vista mussten sie dann feststellen, dass weder die neue Aero-Oberfläche, noch die "Flip"-Funktion verfügbar waren. Microsoft erklärte daraufhin, dass man genügend Aufklärung über die Unterschiedlichen Hardwareanforderungen geleistet hätte.

Die Anwälte sind jedoch der Meinung, dass Microsofts Aussage, wonach Vista Home Basic als "Einstiegsprodukt" entwickelt wurde, nicht korrekt ist. Ihnen zufolge hat Microsoft "in letzter Minute" die Hardware-Anforderungen für Vista gesenkt, da man befürchtete, dass Intel seinen Chipsatz 945 nicht in ausreichender Stückzahl produzieren könnte. Stattdessen habe man die Hardware-Anforderungen gesenkt, damit auch die Chipsatz-Generaion 915 das "Vista Capable"-Logo erhalten konnte.

Interne E-Mails als Beweismaterial
Als Beweismaterial führen die Kläger unter anderem eine interne E-Mail von John Kalkman, General Manager bei Microsoft, vom 26. Februar 2007 an. Dort soll das Senken der Hardware-Anforderungen als Fehler bezeichnet haben. "Wir haben die Anforderungen abgesenkt, um Intel zu helfen, weiterhin Mainboards mit 915er-Chipsätzen verkaufen zu können und damit die Quartalsvorgaben einzuhalten", wird Kalkman in US-Medien zitiert.

Bei Intel dementierte man indes die Berichte über eine Absprache mit Microsoft. "Wir wissen nicht, wer John Kalkman ist. Wir wissen, dass er nicht qualifiziert ist, irgendwelche internen finanziellen Prognosen bei Chipsätzen, Mainboards oder anderen Produkten zu kennen", so Intel-Sprecher Chuck Mulloy.
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