3 Jahre Gefängnis für gefälschtes Facebook-Profil

Sonstiges Der 26 Jahre alte Informatiker aus Marokko, Fuad Mortada, wurde zu einer Gefängnisstrafe über drei Jahre verurteilt. Grund: Er legte für den marokkanischen Prinzen Moulay Rachid ein Facebook-Profil an, ohne dass dieser etwas davon wusste.

Dabei handelt es sich um den Bruder des aktuellen Königs, Mohamed VI. Neben der Gefängnisstrafe muss Fuad eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 880 Euro zahlen. Das Gericht warf ihm Fälschung von Informationen und das Anlegen des Profils ohne Genehmigung des Prinzen vor.


Fuad erklärte vor Gericht, dass er mit dem Facebook-Profil keine bösen Absichten verfolgt hat, sondern das Ganze aus Verehrung getan wurde. Zu einem anderen Zeitpunkt sagte er aus, dass er es lediglich aus Spaß angelegt hat. Sein Verteidiger versuchte den Richter davon zu überzeugen, dass es viele gefälschte Facebook-Profile von prominenten Menschen gibt, aber noch niemand dafür verurteilt wurde.

Fuad wurde zudem unterstellt, dass er in Verbindung mit terroristischen Gruppen stehen soll. Laut seinem Verteidiger wurde er nach seiner Festnahme am 5. Februar auch gefoltert. Die Behörden aber streiten diesen Vorfall ab. Wer den Informatiker aus Marokko unterstützen möchte, kann dies auf HelpFouad.com tun.
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Ob er auch 3 Jahre Gefängnis bekommen hätte, hätte er Madonna oder George Bush als Fake genommen? Man mag es doch bezweifeln. Aber die mit ihrer Ehre und ihrem "Rechtssystem" - einfach mal schnell behaupten er habe Kontakt mit Terroristen und schon ist er ein ganz böser Bubi - sowas zieht immer, genauso wie irgendwelche Manager mit Entlassungen drohen, dann sollen auch alle gleich kuschen.
 
@Schnubbie: Hmm soviel anders als in unsreem Rechtssystem ist das doch gar nicht. Wir rechtfertigen auch alles mit dem Krieg gegen den Terror :) Vorratsdatensammlung, Videokameras, Rasterfahndung etc... Ganz nebenbei: So Rückständig ist das marokkanische Rechtssystem nicht. "Die Verfassung des Landes gewährt eine unabhängige Judikative. Das Rechtswesen orientiert sich weitgehend am französischen Vorbild. Im Familien- und Erbrecht gilt islamisches Recht, das modifiziert auch auf Andersgläubige angewandt wird."
 
@ ThreeM : von deinem "wir" fühl ich mich nicht angesprochen. ich distanziere mich von deutschlands regierung und deren ansichten,zielen und "erfolgen". __alles scheinheilige, egozentrische absahner. - und wenn in spanien jemand ein gefakedtes facebook-profil von Elena Maria Isabel Dominica de Silos de Borbón y Grecia anlegen würde, wäre der könig persönlich sicherlich auch nicht "amused".allerdings bezweifle ich,daß der faker dadaurch verurteilt würde. eher eine geldstrafe bzw. sozial"stunden" :-D__aber .andre länder andre .itten
 
Ist schon richitg... Wenn jemand einen Anderen umbringt bekommt er 2 Jahre mit Bewährung weil er eine schwere Kindheit hatte. Andere bekommen gar nichts wenn sie Ihre Kinder vernachlässigen und in der Wohnung verhungern lassen... Aber wenn jemand sowas macht dann darf er in den Knast... Das nenne ich Gerechtigkeit...
 
@zigallek: du vergleichst äpfel mit birnen .. deutsches recht mit marokanischen recht .


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