Yahoo: Microsoft verspricht sichere Jobs & Wachstum

Microsoft Während Yahoo seinen Mitarbeitern Abfindungen für den Fall von Entlassungen nach einer möglichen Übernahme des Internetkonzerns durch Microsoft verspricht, hat man in Redmond bisher wenig darüber verlauten lassen, wie es nach dem erfolgreichen Abschluss des Milliardengeschäfts weitergehen soll. Gestern hat Microsoft nun eine E-Mail von Kevin Johnson, President der Platforms & Services Division, veröffentlicht, die dieser zuvor an seine Mitarbeiter geschickt hatte. Darin erklärt er die zu erwartenden Auswirkungen der Übernahme von Yahoo und wie sie sich auf die Mitarbeiter im speziellen und Microsoft im Ganzen auswirken wird.

Übernahme noch in diesem Jahr abgeschlossen
Johnson erwartet, dass das Übernahmegeschäft noch im zweiten Halbjahr 2008 abgeschlossen werden kann, wenn die Wettbewerbsbehörden keine Einwände haben - vorausgesetzt natürlich, dass Yahoo Microsofts Offerte akzeptiert. Bis zu diesem Zeitpunkt muss die Arbeit jedoch unverändert weitergehen, um im sich ständig verändernden Markt für Web-Dienste und Online-Werbung zu bestehen.

Teil des Übernahmeangebots ist laut Johnson ein durchdachter Plan für die Integration von Yahoo in Microsofts Geschäftsbereiche. Dabei sollen die führenden Mitarbeiter beider Unternehmen gemeinsam Entscheidungen zur zukünftigen Zusammenarbeit treffen. Die Yahoo-Mitarbeiter sollen dabei beteiligt werden, da sie für den künftigen Erfolg eines kombinierten Unternehmens sehr wichtig sind, erklärte er weiter.

Keine Entlassungen
Vor allem unter Yahoos Mitarbeitern gab es angesichts der kürzlich von Firmenchef Jerry Yang eingeleiteten Entlassungsmaßnahmen und der drohenden Übernahme durch Microsoft Sorgen, dass sie im Rahmen des Geschäfts möglicherweise ihren Job verlieren könnten. Derartige Befürchtungen versuchte Johnson in seiner E-Mail zu zerstreuen.

Es werde zwar in einigen Bereichen Überlappungen geben, doch Microsoft sei in den letzten Jahren kräftig gewachsen - seit 2005 wurden 20.000 neue Mitarbeiter eingestellt, rechnete Johnson vor. Man sei ständig auf der Suche nach neuen Talenten, die in allen Unternehmensbereichen eingesetzt werden. An Aufträgen mangele es ebenfalls nicht, so dass ständig gute neue Mitarbeiter gesucht werden.

Marke Yahoo wichtiger Bestandteil der Übernahme
Johnson ging auch darauf ein, welche Auswirkungen die Übernahme von Yahoo durch Microsoft auf die verschiedenen Marken der beiden Firmen wie Windows Live, MSN, Flickr oder Yahoo Mail bedeuten könnte. Die Marke Yahoo sei einer der Gründe, warum ein Zusammenschluss der beiden Unternehmen so viele positive Auswirkungen mit sich bringen werde, schrieb er. Noch ist es allerdings zu früh, um zu entscheiden, welche Marken und Technologien in gemeinsame Produkte einfließen sollen. Diese Entscheidungen müssten später im Rahmen des bereits erwähnten Integrationsprozesses getroffen werden - von Microsoft- und Yahoo-Mitarbeitern gemeinsam.

Während man bei Microsoft die eigenen Web-Angebote fast ausschließlich mit Windows Server Systemen betreibt, kommt bei Yahoo bis dato fast ausschließlich Open-Source-Technologie zum Einsatz. Johnsons Angaben zufolge soll sich daran in vielen Fällen auch nichts ändern, denn letztendlich müsse man immer auf den Kunden Rücksicht nehmen. Microsoft werde aber mit Yahoos Ingenieuren eng zusammenarbeiten, um pragmatische Entscheidungen über die zu nutzenden Plattformen und Integrationsmethoden zu treffen.

Microsoft und Johnson wollen mit seiner veröffentlichten E-Mail offensichtlich Gerüchten über mögliche Entlassungen von Yahoo Mitarbeitern nach der Übernahme und anderen wilden Spekulationen um die künftige Produktpolitik eines kombinierten Unternehmens den Wind aus den Segeln nehmen. Die gesamte E-Mail kann im englischsprachigen Original bei Microsofts Pressedienst eingesehen werden.
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