Marketing: Microsoft will von Apple & Google lernen
Microsoft strukturiert derzeit seine Abteilungen neu. Im Rahmen der Umstellung wird unter anderem die Sparte für die Vermarktung der Online-Dienste Windows Live und Live Search Teil der Plattform & Services Division, die auch für die Arbeit an Windows Client-Versionen wie XP oder Vista zuständig ist.
In einer Reihe von E-Mails, die in der letzten Woche an Microsoft-Mitarbeiter verschickt wurden, erklärte die Führungsetage, was die Umstrukturierungen bewirken sollen. Das große Ziel der Veränderungen soll eine Stärkung der Marken von Microsoft sein, so dass diese eine ähnlich anziehende, positive Note bekommen wie sie für Apple und Google mittlerweile typisch ist.
Kevin Johnson, Präsident der Plattform & Services Division bei Microsoft, schrieb in einer E-Mail an seine Mitarbeiter, dass man den Umgang mit der Vermarktung der Produkte des Softwarekonzerns neu erfinden müsse, um die Kunden besser ansprechen zu können. Den ersten Schritt in dieser Richtung habe man bereits mit der Einführung neuer Entwicklungsstrategien gemacht.
Künftig soll als Teil der neuen Marketing-Strategie auch die Kommunikation mit den Hardware-Partnern verbessert werden, so Johnson. Außerdem sollen die Marken Windows und Microsoft künftig neu kommuniziert werden, um besser zu reflektieren, wofür sie stehen. Um diese Ziele zu erreichen, sollen die Marketing-Ressourcen besser abgestimmt werden, so dass man die Verbraucher besser erreichen kann.
Aktuell sind die Marketing- und Vertriebsabteilungen in aller Welt laut Johnson noch nicht ausreichend auf die verschiedenen Kundenbereiche abgestimmt. Gerade wenn man versuche, im Wettbewerb mit Firmen wie Google und Apple zu bestehen, müsse dies verändert werden, so Johnson weiter.
Mit seiner Neuausrichtung will Microsoft offenbar ähnlich positive Effekte erzielen, wie sie bei Apple für wachsende Umsätze sorgen. Die positive öffentliche Meinung zu bestimmten Apple-Produkten wie dem iPod führt häufig dazu, dass die Kunden auch bei anderen Produkten auf die Marke mit dem Apfel setzen. Wer mit dem iPod zufrieden ist, kauft oft auch einen Computer von Apple.
Beim von Johnson als Beispiel zitierten Suchmaschinenbetreiber Google bietet sich ein ähnliches Bild. Wer mit den Suchdiensten des Unternehmens zufrieden ist, nutzt meist auch ein anderes Google-Angebot wie den Webmailer Gmail. Microsofts Wunsch lautet also: Wer mit einem Windows-PC zufrieden ist, kauft vielleicht auch ein Windows Mobile Handy oder nutzt die Windows Live Onlinedienste.
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