Filesharing-Drosselung = Wettbewersbehinderung?

Internet & Webdienste Filesharing-Netze sorgen heutzutage für einen Großteil des gesamten Datenverkehrs im Internet. Einige Provider wollen deshalb Datenübertragungen per Peer-To- Peer-Technik künftig ausbremsen, damit für andere Transfers genügend Bandbreite zur Verfügung stehen kann. Die Betreiber von Filesharing-Systemen laufen nun dagegen Sturm.

Mehrere Anbieter von Filesharing-Technologien, allen voran die Erfinder des populären BitTorrent-Protokolls und die Autoren eines der beliebtesten Filesharing-Programme, werfen den Providern vor, mit ihren Plänen zur Begrenzung des P2P-Traffics den Wettbewerb zu behindern. Konkret hat man dabei den US-Anbieter Comcast im Visier.

Comcast drosselt seit einigen Wochen den Filesharing-Verkehr und bezeichnet dies als nötige Maßnahme im Rahmen des Netzwerk- Managements. Für BitTorrent Inc. und Vuze, die Firma hinter dem BitTorrent-Client Azureus, handelt es sich jedoch um einen Versuch, den Betrieb von Internet-Videodiensten zu behindern, damit diese nicht zu einer Gefahr für das Kabelfernsehen werden, das Comcast ebenfalls anbietet.


In den USA sind viele Haushalte über das Fernsehkabelnetz an das Internet angebunden, so dass die Netzbetreiber meist auch gleichzeitig als Internet-Provider agieren. BitTorrent Inc. und Vuze versuchen derzeit, Filesharing-Systeme zu Basis neuer Unterhaltungsangebote zu machen, die im direkten Wettbewerb mit dem traditionellen Fernsehen stehen würden.

Die beiden Unternehmen haben eine Reihe von Partnern aus der Medienindustrie gefunden, darunter die Hollywood-Studios Warner Bros. und Paramount Pictures sowie diverse Fernsehsender, unter anderem die britische BBC und das öffentlich-rechtliche US-Fernsehen PBS. Durch die Drosselung des Filesharing-Verkehrs will Comcast ihrer Meinung nach den Trend zum Fernsehen über das Internet bremsen und sich so die Einkünfte aus seinen Kabelnetzen sichern.

Inzwischen streiten die Parteien schon vor der US-Kommunikationsaufsicht Federal Communications Commission, die sie jeweils zu Maßnahmen bewegen wollen. Comcast drosselt zwar nicht den Download via BitTorrent, sondern nur ausgehende Verbindungen, doch allein dies reicht schon aus, um die einwandfreie Funktion des Filesharing-Systems zu behindern.
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Wie sieht dies eigentlich vom Rechtlichen her betrachtet aus? Ist der Entscheid vertretbar oder anfechtbar?
 
@begg: In Amerika ist alles anfachtbar. Wirklich alles :)
 
@DennisMoore: des is mir klar....meine man kann 'n hamster inner mikrowelle auftauen und dann klagen...^^ aber meine ernsthaft wie sieht's'n aus hier? :-)
 
@begg: Hier gibt es weniger rechte auf dem Bezug der Klagen da die Medienindustrie oder auch Lobbyisten (tot der freien Gesellschaft) genannt die Gesetze machen.
 
@begg: Wie's hier aussieht? Kommt drauf an wer grad am Ruder ist und von welchem Industriezweig er die Interessen vertritt.


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