Microsoft kauft Danger & wird zum Handyhersteller

Telefonie Microsoft ist weiter auf Einkaufstour. Während sich der wohl prominenteste Übernahmekandidat Yahoo weiter ziert, hat man mit der Firma Danger einen vor allem in den USA bekannten Anbieter von Software und Diensten für mobile Endgeräte erworben. Dies gab Microsoft vor kurzem bekannt. Danger ist vor allem für ein Gerät namens Hiptop bekannt, das von T-Mobile als Sidekick verkauft wird. Es handelt sich um ein PDA-ähnliches Gerät mit einem aufschiebbaren Bildschirm, das vor allem Internet-Funktionen bietet. Neben Browser und E-Mail sind auch Instant-Messaging-Features vorhanden - Telefonieren klappt aber auch.

Nach Angaben von Microsoft will man die Erfahrung von Danger im Bereich der Mobil-Software für die Entwicklung der eigenen Produkte nutzen. Zum Kaufpreis war zunächst nichts zu erfahren. Danger soll künftig unter anderem auch mithelfen, Microsofts Handy-Betriebssystem Windows Mobile für den Massenmarkt attraktiver zu machen.

Außerdem will man mit dem Zukauf die Umorientierung auf den Endkundenmarkt weiter vorantreiben. Dangers Software und Dienste sollen künftig mit Microsofts Unterhaltungstechnologien kombiniert werden. Als Einsatzgebiete nennt das Unternehmen unter anderem MSN, Xbox, Zune, Windows Live und eben Windows Mobile.

Die Übernahme kommt insofern überraschend, als dass Danger ursprünglich von ehemaligen Mitarbeitern von Apple gegründet wurde. Apple und Microsoft sind im Markt für Betriebssysteme Konkurrenten, außerdem konnten die Kalifornier den Redmondern mit ihrem iPhone einige Marktanteile von Windows Mobile streitig machen.

Ob der Danger Hiptop weiter angeboten werden soll, ist unklar. Mit der Übernahme wird Microsoft zumindest vorübergehend zum Handyhersteller.
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