Vista SP1: Umgehen der Aktivierung weiter möglich

Windows Vista Microsoft wollte mit dem Service Pack 1 dafür sorgen, dass die bisher bekannten Methoden zur Umgehung des Aktivierungszwangs von Vista nicht mehr funktionieren. Bisher kann das Betriebssystem mit verschiedenen Methoden auch über den Testzeitraum von 30 Tagen nach der ersten Installation hinaus genutzt werden. Um dies zu ermöglichen, werden unter anderem modifizierte BIOS-Versionen eingesetzt, die dem Betriebssystem vorgaukeln, dass es auf einem ordnungsgemäß aktivierten System von einem OEM-Hersteller läuft. Eine ähnliche Variante sind die so genannten OEM-BIOS-Emulatoren, die einen Eingriff in die Programmierung des BIOS-Chips überflüssig machen.

Nachdem nun die finale Ausgabe des Windows Vista Service Pack 1 vorliegt und auf verschiedenen Wegen bereits erhältlich ist, werden Microsofts Ankündigungen natürlich auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft. Dabei zeigt sich offenbar, dass es den Redmondern nicht vollständig gelungen ist, die bekannten Methoden zur Umgehung der Aktivierung auszumerzen.

Zumindest im Fall der beiden bekanntesten Methoden, dem so genannten Grace Timer Hack und der OEM-BIOS-Emulation, hat Microsoft die bisher erhältlichen Programme und Anleitungen tatsächlich unbrauchbar gemacht. Die wesentlich aufwändigere Methode, Vista durch das Einspielen eines modifizierten BIOS zu "aktivieren" funktioniert aber offenbar doch noch.

In einschlägigen Foren wird dies bestätigt und auch ZDNet-Blogger Adrian Kingsley-Hughes kann offenbar nachvollziehen, dass die Methode weiterhin funktioniert. Microsoft dürfte sich der Problematik durchaus bewusst sein. Warum die Möglichkeit zur Umgehung der Aktivierung mittels eines Eingriffs in das BIOS des jeweiligen Rechners nicht beseitigt wurde, ist nicht bekannt.

Microsoft hat das Service Pack 1 für Windows Vista in der letzten Woche fertig gestellt. Die Auslieferung soll erst ab Mitte März erfolgen. Die Redmonder hatten in der Vergangenheit angegeben, dass man sich im Kampf gegen die illegale Nutzung von Vista vor allem auf die Beseitigung von Möglichkeiten zur massenhaften Umgehung der Aktivierung beschränke.

Wahrscheinlich wurde dieses Konzept auch bei den Arbeiten am Service Pack 1 angewendet. Während BIOS-Emulation und Grace Timer Hack von vielen Anwendern ohne viel Aufwand eingesetzt werden konnten, ist für die Modifikation des BIOS deutlich mehr Aufwand nötig. Außerdem riskiert der Nutzer, dass sein PC unbrauchbar wird. Bei Microsoft betrachtet man den Ansatz deshalb wahrscheinlich als wenig massentauglich.

Siehe auch: Vista: Vorerst keine Maßnahmen gegen 'BIOS-Cracks'
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