Linux-Erfinder: Microsofts Patentdrohungen ein Bluff

Linux Linus Torvalds, Vater des freien Betriebssytems Linux, hält nicht viel von Microsofts Drohungen, mit Patentklagen die Entwickler und Anbieter freier Software vorzugehen. Dies machte er in einem jetzt veröffentlichten Interview noch einmal sehr deutlich klar. Ein verurteilter Monopolist wie Microsoft sollte seine Konkurrenten nicht wegen angeblichen Patentverstößen zu belangen versuchen, so Torvalds im Gespräch mit Jim Zemlin von der Linux Foundation. Dessen seien sich auch die Anwälte des Softwarekonzerns bewusst.

Für Microsoft würden die Patente eher als eine Art Marketing-Mittel nützlich sein, mutmaßte er weiter. Torvalds begründete diese Theorie mit dem Hinweis, dass Microsoft seines Wissens nach noch nie jemanden wegen Patentverletzungen verklagt hat. Zwar sei das Unternehmen von anderen wegen Patentverstößen belangt worden, doch selbst hätten die Redmonder Patente noch nie als "Waffe" gegen ihre Konkurrenz gebraucht.

Daraus schließt Torvalds, dass man Patente bei Microsoft lieber als Teil der Öffentlichkeitsarbeit einsetzt, um bestimmte Ziele zu erreichen. So wolle der Konzern mit seinen öffentlichen Drohungen gegen Linux vor allem für Unsicherheit unter den Kunden sorgen, um diese zum Kauf der eigenen Software zu bewegen, sagte er weiter.

Insgesamt wertete er Microsofts Patentdrohungen als großen Bluff. Microsofts Chef-Anwalt Brad Smith hatte Mitte 2007 in einem Interview behauptet, man besäße 235 Patente, die durch verschiedene Linux-Distributionen und andere freie Software verletzt würden.
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