Vista: SP1 kann Kopierproblem nicht ganz beseitigen

Windows Vista Schon kurz nach der Markteinführung von Windows Vista wurde bekannt, dass es in der ursprünglichen Version von Microsofts jüngstem Betriebssystem Probleme mit der Geschwindigkeit bestimmter Dateiaktionen gab. Unter anderem konnten Daten nur sehr langsam verschoben oder kopiert werden. Microsoft hatte kurzfristig mit einem entsprechenden Hotfix reagiert und für das nun fertig gestellte erste Service Pack Besserung versprochen. Tatsächlich bringt die Updatesammlung deutliche Verbesserungen mit sich, was das Verschieben und Kopieren von Daten über das Netzwerk oder auf der Festplatte eines Rechners angeht.

Nach Angaben von Microsoft sollen in vielen Fällen Geschwindigkeitszuwächse im zweistelligen Prozentbereich zu verzeichnen sein. Während insgesamt wohl einiges für das reibungslose und vor allem schnelle Hantieren mit Dateien aller Art getan wurde, gibt es nach Angaben von Mark Russinovich, Experte für Windows-Interna bei Microsoft, zumindest in einem speziellen Punkt weiterhin Probleme.

In einem sehr langen und wie üblich auch sehr technischen Blog-Eintrag erklärte Russinovich nun, welche Maßnahmen Microsoft ergriffen hat, um die Dateiaktionen unter Windows Vista mit dem Service Pack 1 schneller zu machen. Ganz am Ende seiner Ausführungen werden dann auch die teilweise neu entstandenen Probleme besprochen.

So bietet Windows Vista mit Service Pack 1 nach Angaben von Russinovich zwar insgesamt deutliche Verbesserungen, was die Geschwindigkeit beim Umgang mit Dateien angeht, doch in einigen speziellen Fällen kann es sogar langsamer voran gehen als zu Zeiten der Markteinführung.

Zum einem trifft dies im Fall von Kopieraktionen in einem langsamen Netzwerk zwischen Systemen mit Windows Vista und Server 2003 auf, zum anderen aber auch beim Kopieren großer Dateien auf ein und derselben Festplatte. Hintergrund sollen ausgerechnet die zur Beschleunigung von Dateiaktionen mit dem SP1 vorgenommenen Änderungen sein.

Da Windows Vista mit dem SP1 nun die Daten in kleineren Schritten verarbeitet, die dem Rest des Systems weiterhin die Möglichkeit lassen sollen, auf die Festplatte zuzugreifen, was zu einer besseren Reaktionsfähigkeit während eines Kopiervorgangs führen soll, kann die Zahl der vom Schreib- und Lesekopf der Festplatte abverlangten Bewegungen stark ansteigen, so dass mehr Zeit für das Kopieren einer großen Datei nötig ist.

Das Problem dürfte nur dann für den Nutzer bemerkbar werden, wenn die Festplatte nicht über eingebaute Funktionen zur Pufferung von Anfragen verfügt, so Russinovich. Dies ist heute bereits bei den meisten Modellen der Fall und dürfte vor allem ältere Festplatten betreffen. Auch wenn der Anwender während des Kopierens einer großen Datei im Rahmen anderer Aktivitäten zusätzliche Festplattenzugriffe auslöst, wird sich dies wahrscheinlich negativ auswirken.

Russinovich bemühte sich, klar zu stellen, dass es sich hierbei um ein sehr spezifisches Problem handelt, das von den anderen Verbesserungen deutlich überwogen wird. Zu diesen soll auch gehören, dass der Anwender jetzt schon früher eine deutlich genauere Angabe über die verbleibende Dauer der jeweiligen Dateiaktion angezeigt bekommt.
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