Schwere Vorwürfe: Microsoft als Steuer-Schmarotzer

Microsoft Microsoft hat auch in seiner "Heimatstadt" Seattle nicht nur Fans. Der Journalist Jeff Reifman wirft dem Softwarekonzern vor, der Metropole im Nordwesten der USA jährlich Steuereinnahmen in Millionenhöhe vorzuenthalten. Über die Jahre soll Microsoft so über 500 Millionen US-Dollar gespart haben. Reifman fand im Rahmen seiner jahrelangen Recherchen heraus, dass die Redmonder zwar für den Großteil ihrer Geschäftsbereiche ordnungsgemäß im Staat Washington Steuern abführen, aber zumindest beim Vertrieb von Software für Business-Kunden eines geschickten Tricks bedienen, um dafür keine Abgaben zahlen zu müssen.

Microsoft lässt laut Reifman zwar in Seattle und Umgebung entwickeln, doch der Vertrieb von Windows, Office & Co an PC-Hersteller und Firmenkunden erfolgt über eine Außenstelle im US-Bundesstaat Nevada, wo es keine Steuern auf Unternehmenseinkünfte gibt.

Dadurch kann das Unternehmen zum einen die in Washington üblichen Steuern auf Unternehmenseinkünfte umgehen und zum anderen auch die für die in diesem Staat entwickelte Software fälligen zusätzlichen Abgaben. Laut Reifman spart das Unternehmen dadurch die Steuern für rund 31 Prozent seiner Gesamteinnahmen.

Seit 1997 soll Microsoft so mindestens 528 Millionen US-Dollar an Steuerzahlungen vermieden haben. Reifman befässt sich schon länger mit Microsofts Steuertricks und hatte die hier beschriebene Praxis schon 2004 kritisiert. Damals hatte Microsoft beteuert, dass die Praxis kaum Auswirkungen für den Staat und das Unternehmen habe.

Zudem soll alles mit rechten Dingen zu gehen. Reifman, der von 1991 bis 1999 selbst bei Microsoft tätig war, sieht darin aber zumindest ein moralisches Problem. Gerade die Umsätze aus Software für Firmen seien problematisch, weil in diesem Geschäft durch den gleichzeitigen Verkauf von hunderttausenden Lizenzen schnell Hunderte Millionen Dollar umzusetzen sind.
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