Microsoft begrüßt Vorgehen gegen "The Pirate Bay"

Microsoft Die schwedische Staatsanwaltschaft geht derzeit wie erwartet im Rahmen einer Anklage wegen Urheberrechtsverletzungen gegen die vier Betreiber des nach eigenen Angaben größten BitTorrent-Trackers der Welt "The Pirate Bay" vor. Nach Inhalteindustrie hat nun auch Microsoft die Anklage begrüßt. Seitens des Internationalen Verbands der Phonografischen Industrie (IFPI) hieß es schon Ende letzter Wosche, dass man die Ermittlungen der schwedischen Polizei begrüße, da die Betreiber von "The Pirate Bay" der Musikindustrie durch ihre Aktivitäten größten Schaden zugefügt hätten.

Die Angeklagten würden den Tracker nicht deshalb betreiben, weil sie sich für die freie Meinungsäußerung einsetzen wollten, oder weil sie Musik und Filme liebten, sondern nur, um dadurch selbst finanzielle Vorteile zu erlangen, so Ludvig Wener, Chef der IFPI in Schweden. Diese Unterstellungen wurden von "The Pirate Bay" inzwischen dementiert.

Microsoft äußerte sich da schon wesentlich weniger aggressiv aber dennoch bestimmt. Michala Wardell, Chefin von Microsofts Anti-Piraterie-Abteilung, sagte, dass sich der Vertrieb illegaler Software zunehmend über das Internet erfolge statt wie bisher auf CD oder DVD, was schnelle Gegenmaßnahmen erforderlich mache.

Man müsse vor allem deshalb gegen die Anbieter illegaler Software aktiv werden, um die Verkäufer legaler Produkte zu schützen, so Wardell. Die Anklage der Betreiber von "The Pirate Bay" sei daher zu begrüßen, da so die Öffentlichkeit von der Piraterie-Problematik erfahre.

Wardell versprach weitere Bemühungen von Microsoft, um für ausgewogene Verhältnisse zu sorgen, damit die Anbieter legaler Software konkurrenzfähig bleiben können.
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