 Der Handyhersteller Motorola will nur knapp zwei Jahre nachdem man die größten geschäftlichen Erfolge in der 80-jährigen Unternehmensgeschichte feiern konnte offenbar seine Handysparte loswerden. Motorola erwägt nach eigenen Angaben einen Verkauf oder zumindest eine Auslagerung dieses Teilbereichs.
An der Börse reagierte man positiv auf die Bekanntgabe der Überlegungen - die Aktien von Motorola legten im nachbörslichen Handel zweitweise mehr als 10 Prozent zu. Der Konzern hat derzeit mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, darunter ein Einbruch bei den Absatzzahlen von Handys.
Motorola will nach eigenen Angaben derzeit Wege findne, um der hauseigenen Handysparte wieder zu steigenden Marktanteilen zu verhelfen. Noch 2006 konnte man dank des Erfolgs des Handy-Modells RAZR einen weltweiten Marktanteil von 26 Prozent für sich beanspruchen. Seitdem hat man fast die Hälfte des damaligens Werts an Konkurrenten verloren.
Ursache hierfür sind vor allem die deutlich erfolgreicheren neuen Produkte von Firmen wie Nokia und Samsung. Durch eine Abspaltung der Handy-Produktion will Motorola nun dafür sorgen, dass dieser und die anderen Teile des Unternehmens durch mehr Unabhängigkeit erfolgreicher arbeiten können.
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