Technik für Microsofts 3D-Welt kommt aus Österreich

Microsoft Microsoft betreibt mit Virtual Earth seit langem einen eigenen Satellitenkartendienst, der sich bisher trotz vieler nützlicher und interessanter Funktionen nicht so gut auf dem Markt etablieren konnte wie Googles Konkurrenzprodukt Google Earth. Microsoft setzt jedoch auch in diesem Bereich wie so oft auf ein langfristiges Engagement. Unter anderem haben die Redmonder in Virtual Earth die Möglichkeit geschaffen, die Welt in dreidimensionaler Form zu erkunden. Statt einfacher Visitenkarten verwendet 3D-Modelle ganzer Städte und Landschaften, die der Nutzer praktisch frei "durchfliegen" kann. Diese werden mit Hilfe von Luftaufnahmen erstellt.

Jetzt hat Microsoft einige Details verraten, wie es gelingt, die 3D-Visualisierung ganzer Städte zu bewältigen. Der US-Softwarekonzern setzt dabei nach eigenen Angaben auf Technologie aus Österreich, wo man mit der Technischen Universität Graz zusammenarbeitet und den Forschungs- und Entwicklungsstandort Microsoft-Photogrammetry (ehemals Vexcel) betreibt.

Virtual Earth wird mit Hilfe zweier Entwicklungen aus Graz realisiert, so Microsoft. Zum einen kommen extrem hochauflösende Kameras (216 Megapixel) zum Einsatz, die jeweils 600.000 Euro kosten und bei jedem Überflug eines bestimmten Landstrichs rund 4700 Aufnahmen anfertigen. Sie zeichnen sich zudem durch eine extrem schnelle Verarbeitung der auflaufenden Daten aus.

Die Hochleistungskameras wurden bisher weltweit nur 90 Mal verkauft. Ob Google die gleichen Geräte einsetzt, blieb natürlich offen. Nach dem einfachen Überfliegen der Landschaft ist es noch ein weiter Weg, bis die Aufnahmen in Virtual Earth von jedermann eingesehen werden können. Zunächst müssen die Daten aufbereitet werden, wozu Microsoft eine spezielle Software entwickelt hat.

Mit der Entwicklung der Grazer Spezialisten werden die Aufnahmen vollautomatisch verarbeitet. Dabei erstellt die Software ohne weiteres Zutun aus den Luftfotos Übersichtskarten ganzer Städte. Außerdem kann sie das Gelände nach seiner Beschaffenheit einteilen und aus den zweidimensionalen Aufnahmen 3D-Modelle generieren.

Ausgerechnet in Österreich selbst werden die 3D-Visualisierungen bisher aber kaum genutzt. Erst zur Fußball-Europameisterschaft 2008 sollen erste Städte auch in dreidimensionaler Form erkundet werden können. Weltweit hat Microsoft bereits eine Vielzahl von Städten ganz oder zumindest in Teilen in 3D visualisiert, wobei der Schwerpunkt wie so oft vor allem in den USA liegt.

Wer Microsoft Virtual Earth inklusive der 3D-Ansichten verwenden will, um zum Beispiel die Berliner Innenstadt kennen zu lernen, muss ein entsprechendes Browser-PlugIn installieren, das beim Aufruf der entsprechenden Funktion verfügbar ist. Unter anderem kann man dann mit Hilfe des Xbox 360 Controllers durch die Straßenschluchten von New York navigieren.
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