Bis zu 1 Million entsperrte Apple iPhones im Umlauf

Telefonie Offiziell verkauft sich Apples iPhone bestens. Firmenchef Steve Jobs gab erst vor kurzen bekannt, das man mittlerweile 4 Millionen der Geräte verkauft habe. Dies deckt sich allerdings nicht, mit den Angaben der mit Apple verbündeten Netzbetreiber, die das iPhone exklusiv anbieten.

Die Fachwelt rätselt deshalb, wie die Differenz zwischen den Angaben zustande kommt. Apples wichtigster Partner, der US-Mobilfunkanbieter AT&T hat nach eigenen Angaben bisher "nur" 2 Millionen iPhones verkauft. Die europäischen Netzbetreiber haben zusammengerechnet ebenfalls einige hunderttausend Geräte an den Mann bringen können.


Insgesamt verbleiben nach Ansicht von Marktbeobachtern somit rund 1,45 Millionen iPhones, deren Verbleib nicht nachvollzogen werden kann. Man geht davon aus, dass rund 480.000 Geräte noch in den Lagern von AT&T auf Käufer warten, so dass immer noch gut eine Million Stück Differenz zu Apples offiziellen Zahlen verbleibt.

Analysten gehen davon aus, dass die "fehlenden" iPhones vor allem an Kunden verkauft wurden, die die Geräte entsperrt haben und nun unabhängig vom Netzbetreiber betreiben. Oft würden die Geräte zwar von Apple an Kunden verkauft, später aber nie beim jeweiligen Mobilfunkpartner des Unternehmens angemeldet und aktiviert.

Unter den Experten herrscht nun die Meinung vor, dass der Markt für entsperrte iPhones offenbar boomt. Rund 27 Prozent aller verkauften Geräte sollen sich in den Händen von Kunden befunden, die sich nicht an einen Netzbetreiber binden lassen wollen. Für Apple ist dies nur im Hinblick auf die Einkünfte aus den Umsätzen der Mobilfunkpartner bedenklich, den Netzbetreibern dürften die entgangenen Millionen da schon schwerer im Magen liegen.

Problematisch wäre nach Ansicht der Marktbeobachter ein Eingreifen seitens Apple, um weniger entsperrte Geräte in Umlauf zu bringen. Würden die Kalifornier gegen die Entsperrung des iPhone vorgehen, könnte man zwar die Margen vergrößern und mehr Einnahmen durch die Umsätze der Mobilfunkpartner erzielen, würde aber das hochgesteckte Ziel von 10 Millionen verkauften Einheiten im Jahr 2008 verfehlen, heißt es.
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