Polizei nimmt Entwickler von Filesharing-Virus fest

Sicherheit Die japanische Polizei hat in der letzten Woche den Entwickler eines Virus verhaftet, der sich über Filesharing-Netzwerke verbreitete. Der 24-jährige Student wurde allerdings nicht wegen der von ihm entwickelten Schadsoftware dingfest gemacht, sondern wegen der Verletzung von Urheberrechten. Er wird verdächtigt, durch die Verwendung von Anime-Bildern gegen das Urheberrecht verstoßen zu haben. Ihm wird vorgeworfen, seinen Virus in den Bildern selbst versteckt zu haben. Das Programm verbreitete sich, weil viele Nutzer der Filesharing-Software Winny das präparierte Bild heruntergeladen hatten.

In Japan gibt es bisher kein Gesetz, das die Erstellung von Computerviren verbietet. Der von dem Beschuldigten entwickelte Virus ersetzt diverse Dateien auf infizierten Rechnern durch Anime-Bilder und zerstört so Daten. Außerdem wird automatisch ein weiterer Virus heruntergeladen, der für zusätzlichen Schaden sorgt, so die Behörden.

Die japanischen Behörden nahmen zusammen mit dem Studenten auch zwei weitere Männer fest, die den Virus über Winny verteilt haben sollen. Ihnen werden ebenfalls Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen. Nach Meinung von Experten zeigt der Fall, dass Japan dringend Gesetze braucht, die die Entwicklung von Computerviren unter Strafe stellen. Nur so sei eine effektive Verfolgung der Autoren möglich, heißt es.
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