Mozilla: Firefox-Entwickler feiern 10-jähriges Jubiläum

Software Der gestrige 22. Januar ist eines der wichtigsten Daten in der IT-Geschichte der letzten Jahrzehnte. An diesem Tag gab Netscape im Jahr 1998 bekannt, dass man den Quellcode des Browsers Netscape Communicator 5 für die Öffentlichkeit freigeben würde. Dadurch wurde die Software zu einem Open-Source-Produkt, obwohl Netscape damals noch der dominierende Browser auf dem Markt war und rund 65 Millionen Nutzer hatte. In der Folge ging der Marktanteil jedoch wegen Microsofts agressiver Politik, seinen Internet Explorer kostenlos anzubieten, massiv zurück.


Auch die Bündelung des Microsoft-Browsers mit dem Betriebssystem Windows trug zu Netscapes Untergang bei. Netscape entschied sich deshalb für den Open-Source-Weg. Zu diesem Zeitpunkt war der Name "Mozilla" noch nichts anderes als die Bezeichnung unter der Netscape mit Web-Servern Verbindung aufnahm.

Inzwischen sind zehn Jahre vergangen, in denen der Name Mozilla zu einem der wichtigsten Begriffe in Sachen Internet, Computer und Technologie wurde. Inzwischen trägt eine Stiftung diesen Namen, die hinter dem freien Browser Firefox steht, der mittlerweile große Teil des Marktes von Microsofts Internet Explorer zurückerobern konnte.

Bei Mozilla feiert man das zehnjährige Bestehen deshalb mit großer Begeisterung. Heute hat Firefox, dessen Wurzeln bis zum Netscape Communicator zurückreichen, weltweit einen Marktanteil von fast 30 Prozent. Bis vor einigen Jahren war daran nicht zu denken, da der Internet Explorer von mehr als 90 Prozent der Nutzer eingesetzt wurde.

Wie kam es so weit? Mozilla veröffentlichte erst 2002 eine erste öffentliche Version seines neuen Browsers. Dieser war allerdings nur als Plattform für Produkte gedacht, so dass der Erfolg sich zunächst stark in Grenzen hielt. Erst später kam mit Phoenix eine für Endkunden angepasste Version auf den Markt.

Nachdem der Internetkonzern AOL, der Netscape zwischenzeitlich übernommen hatte, die Mozilla Stiftung mit 2 Millionen US-Dollar Grundkapital gegründet hatte, wurde die Entwicklung zügig vorangetrieben. 2004 begann dann die beispiellose Erfolgsgeschichte von Firefox nach der Umbenennung.


Für die Entwickler des freien Browsers waren die letzten zehn Jahre nach eigenen Angaben voller positiver Erlebnisse und sehr zufriedenstellend. Natürlich gab es auch Frustration und Enttäuschung, insgesamt könne man jedoch zusammen mit den Nutzern von Firefox voller Stolz zurückblicken.

Gemeinsam habe man bewiesen, dass die Schaffung von Wahlmöglichkeiten im Browser-Bereich für bessere Standards und viele Innovationen sorgt, egal ob die Software nun von Opera, Apple, Mozilla oder sogar Microsoft stammt.

Wer sich einen Überblick über die Historie von Mozilla und Firefox verschaffen will, kann diese mit Hilfe eines von der Stiftung veröffentlichten PDF-Dokuments tun. Auch die Pressemeldung zur Freigabe von Netscapes Browser als Open-Source-Produkt findet sich noch in den Weiten des Webs.

Nach Angaben von Mozilla-Chefin Mitchell Baker hat man bereits die Grundlagen für zehn weitere erfolgreiche Jahre geschaffen. Man wolle weiterhin Einfluss auf die Entwicklung des Internets nehmen, um zu einer positiven Zukunft beizutragen.

In den kommenden Monaten will man das zehnjährige Bestehen von Mozilla nun gebührend feiern. Es soll an vielen Orten auf der Welt Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums geben. Ganz im Geiste der Open-Source-Bewegung will man dazu auch die Hilfe der Anwender in Anspruch nehmen, die eigene Ideen einbringen sollen.
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