EU mit Roaming-Preisen noch immer unzufrieden

Telefonie Im vergangenen Jahr hat die Europäische Union günstigere Preise für Handy-Gespräche im Ausland festgelegt. Provider wurden dabei dazu verpflichtet, ihre Roaming-Tarife zu senken, damit abgehende Telefonate im Ausland maximal 58 Cent pro Minute kosten. Auch wenn einige Provider bereits ihre Tarife den Forderungen der EU angepasst haben, ist man in Brüssel noch immer mit den Roaming-Preisen unzufrieden. EU-Medienkommissarin Viviane Reding macht nun weiter Druck auf die Mobilfunkanbieter und fordert weitere Preissenkungen.

Neuer Kritikpunkt ist hierbei die Abrechnung der Gespräche auf Minutenbasis. Selbst wenn ein Kunde im Ausland also nur für zehn Sekunden telefoniert, wird ihm dieses Gespräch von seinem Mobilfunkprovider als eine ganze Minute berechnet. Über die Entwicklung neuer Vorschriften wird derzeit diskutiert.

"Wir werden die Entwicklung eingehend beobachten und bis Ende 2008 entsprechend reagieren", erklärte Reding. Ein weiterer Kritikpunkt von Reding sind die zu hohen Kosten für SMS und Datendienste im europäischen Ausland. Auch hier wird über eine durch die EU erzwungene Preissenkung diskutiert.
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