MacBook Air in der Kritik - Mangelnde Erweiterbarkeit
Als Apple gestern sein neues MacBook Air vorstellte - das nach Angaben des Unternehmens "dünnste Notebook der Welt" - war die Euphorie aufgrund der Gerüchte im Vorfeld zunächst groß. Mittlerweile ist allerdings Ernüchterung eingekehrt, selbst bei den fast schon religiösen Fans der Marke mit dem Apfel.
Beim näheren Betrachten wird schnell klar, dass Apple viele Kompromisse eingehen muss, um das Gehäuse des MacBook Air dermaßen flach zu gestalten. Zu allererst sei da das fehlende optische Laufwerk zu nennen, das anders als bei den von Apple-Chef Steve Jobs als Negativbeispiel angeführten ultraportablen Notebooks der Sony TZ Serie nicht vor vorhanden ist.
Außerdem ist die Erweiterbarkeit des MacBook Air sehr dürftig. Zwar zeigt Mac OS X die zwei Gigabyte Arbeitsspeicher als separate Riegel an, doch auf Apples Internetseiten heißt es, dass der RAM fest auf dem Mainboard verlötet ist. Ein weiterer Nachteil ist der Verzicht auf einen Ethernet-Anschluss. Der Kunde soll stattdessen 29 Euro in einen USB-LAN-Adapter investieren. Einen Mikrofoneingang hat sich Apple ebenfalls gespart, so dass der einzige USB-Port gleich mehrere Aufgaben übernehmen muss.
Eine weitere Design-Entscheidung, die ebenfalls auf den Platzmangel im Gehäuse des MacBook Air zurück zu führen sein dürfte, ist der Umstand, dass der Akku fest verbaut ist. Apple lässt dem Kunden keine Möglichkeit den 37-Wattstunden-Akku bei Bedarf zu entfernen oder auszutauschen, da er nicht von außen zugänglich ist.

Dieser Schritt wird von den Mac-Fans in vielen einschlägigen Foren zusammen mit dem stark reflektierenden Gloss-Display als entscheidendes Argument gegen den Kauf des MacBook Air genannt. Sie bemängeln, dass man das Notebook an Apple schicken müsse, wenn ein Austausch des Akkus fällig wird. Zudem fällt angeblich die Flexibilität weg, einen zweiten Akku mitführen zu können, um die Laufzeit über die angegebenen fünf Stunden hinaus verlängern zu können.
Offenbar will Apple mit dem neuen Gerät also vor allem Kunden ansprechen, die viel Wert auf das Design legen und nicht selbst Veränderungen an der Hardware vornehmen wollen. Schon beim iPod und dem iPhone hatten viele Interessenten die fest verbauten Akkus bemängelt. Inzwischen ist jedoch eine ganze Industrie entstanden, die sich auf den Austausch der Stromspeicher spezialisiert hat.
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