US-Kampagne: Gläubige gemeinsam gegen Microsoft

Microsoft Ein konservativer Pastor aus Microsofts Heimatstadt Redmond hat einen Plan. Er will mit Hilfe anderer amerikanischer Christen genügend Aktien des Softwarekonzerns aufkaufen, um Einfluss auf die Beschäftigungspolitik zu nehmen. Ziel ist es, die Finanzierung "unheiliger" Vorhaben zu verhindern. Wie der Seattle Post-Intelligencer berichtet, will Reverend Ken Hutcherson, der die Antioch Bible Church in Redmond leitet, traditionelle Werte in großen US-Unternehmen durchsetzen, darunter auch, dass nur Mann und Frau heiraten dürfen. Er hat dazu das AGN Financial Network gegründet und einige der einflussreichsten christlichen Führer der USA hinter sich versammelt.

Die Unterstützer seines Vorhabens sollen jeweils drei Aktien eines Unternehmens kaufen und eine davon an AGN spenden. Um tatsächlich Einfluss auf Microsofts Firmenpolitik zu erlangen, müssten allerdings 31 Millionen Personen je drei Aktien für insgesamt 104 US-Dollar erwerben. Hutcherson setzt aber viel mehr auf den Druck der Öffentlichkeit.

So teilte er dem Unternehmen nach eigenen Angaben mit, dass man entweder mit ihm zusammenarbeiten könne, oder fürchten müsse, dass er zum "schlimmsten Alptraum" für die Firma werde. Schließlich habe er einflussreiche Leute hinter sich, so Hutcherson weiter. Eigenen Angaben zufolge wird er nicht nur evangelikalen Christen unterstützt, sondern auch von Katholiken, Juden und Muslimen.

Microsoft hat sich bereits mehrfach für gleichgeschlechtliche Partnerschaften ausgesprochen und bietet Homosexuellen seit Jahren die gleichen finanziellen Vorteile wie heterosexuellen Gemeinschaften. Die Aktionäre des Konzerns stehen mit überwältigender Mehrheit hinter dieser Politik. Hutcherson sieht allerdings auch nicht Microsofts interne Aktivitäten als Problem.

Viel mehr will er verhindern, dass die Redmonder wie viele andere Unternehmen Einfluss auf die öffentliche Meinung und die Politik nehmen. Hutcherson hatte schon 2005 dafür gesorgt, dass Microsoft seine Unterstützung für ein Gesetz gegen die Diskriminierung von Homosexuellen am Arbeitsplatz kurzfristig zurück gezogen hatte. Nach massiver Kritik war man auf die traditionelle Linie zurück geschwenkt und hatte das Gesetz, welches letztlich doch scheiterte, doch unterstützt.

Hutcherson behauptet, es sei nicht Microsofts Aufgabe, die Meinung der Öffentlichkeit zu beeinflussen. Dies sollten die Unternehmen doch lieber ihm und anderen überlassen, schließlich sei dies seine Aufgabe als Pastor. Microsoft habe er als erstes Ziel seiner neuen Kampagne ausgewählt, weil man bereits mit einander zu tun gehabt habe. Für Hutcherson ist sein Verhältnis ähnlich dem Kampf zwischen David und Goliath.
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