CES: Microsoft will Ultimate-Käufer nicht enttäuschen

CES Microsoft will den Käufern von Windows Vista Ultimate mit den so genannten Ultimate Extras eigentlich einen Mehrwert bieten, der unter anderem den hohen Kosten der teuersten Vista-Variante Rechnung gerecht werden soll. Bisher konnte man den Ansprüchen vieler Ultimate-Nutzer allerdings nicht wirklich entsprechen. Auf der Consumer Electronics Show 2008 in Las Vegas hatten wir nun die Gelegenheit, ein Gespräch mit Barry Goffe zu führen, der bei Microsoft für Windows Vista Ultimate verantwortlich zeichnet. Er entschuldigte sich erneut für die Probleme mit den Ultimate Extras, versprach aber ebenso erneut Besserung.

Einer der Gründe für die bisher für viele Ultimate-Kunden enttäuschende Vielfalt der Extras - es gibt bis dato insgesamt nur vier Pakete, die Sprachpakete mitgerechnet - sollen laut Goffe auch die Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen der Käufer sein, die man mit Windows Vista Ultimate ansprechen will.

Insgesamt gebe es vier Gruppen, die jede für sich unterschiedliche Ansprüche stellen. Die wichtigste und auch anspruchsvollste Gruppe sind seiner Meinung nach die besonders enthusiastischen Technik-Freaks, von ihm auch "Hardcore Tech-Geeks" genannt. Die zweite Gruppe, die der Spieler, sei ebenfalls nur schwer zufrieden zu stellen und mischt sich laut Goffe mit den Technik-Fans.

Außerdem nannte er Anwender, die die Vorteile der Vista-Varianten für Privat- und Geschäftskunden kombinieren wollen. Sie nutzen also die Business-Funktionen im Arbeitsalltag und wollen zum Beispiel auch daheim von Funktionen wie dem Windows Media Center profitieren. Gruppe Nummer 4 sind besonders modebewusste Kunden, die viel Wert auf ein gutes Aussehen legen und diesen Maßstab auch in Sachen Technik anlegen.

Den unterschiedlichen Interessen der vier Kundengruppen entsprechend, ist man bei Microsoft laut Goffe gezwungen, verschiedene Extras zu schaffen. Diese könnten oft nur eine der vier Gruppen befriedigen, gefallen aber wiederum den anderen Kunden nicht. Als Beispiel nannte er "DreamScene", mit dem HD-Videos als Desktop-Hintergrund abgespielt werden können, was vor allem den stilorientierten Käufern gefallen würde.

Gerade bei DreamScene hatte Microsoft laut Goffe mit massiven Problemen zu kämpfen, die ihmzufolge der Grund dafür sind, dass so viel Zeit zwischen der Ankündigung, der Vorabversion und der fertigen Ausgabe vergangen ist. Die Schwierigkeiten waren vor allem technischer Natur, wobei speziell die Treiber der Hersteller von Grafikchips eine Rolle spielten.

Die Ursache für die Probleme lag seinen Angaben zufolge zum Teil bei den ständigen Veränderungen der Grafikkartentreiber von Nvidia, ATI und Intel. Die Unternehmen hätten sehr häufig Modifikationen vorgenommen, um ihre Produkte besser mit Windows Vista kompatibel zu machen. Dadurch habe man aber auch bei praktisch jedem neuen Treiber auch DreamScene anpassen müssen.

Goffe sagte weiter, dass die Grafikkartenhersteller vor allem Probleme bei der Schaffung der für die einwandfreie Funktion von DreamScene nötigen Voraussetzungen gehabt hätten. Schließlich erfolgt die Wiedergabe der Videos als Bildschirmhintergrund unter Verwendung von DirectX9, während die Fenster des Windows-Desktops unter Vista mit Hilfe des sogenannten Desktop Windows Managers dargestellt werden. Diese Kombination konnte von den Grafikkartenherstellern nur mit viel Aufwand bewältigt werden, hieß es.

Eine weitere Hürde für die Ultimate Extras stellen laut Goffe auch die derzeit bei Microsoft stattfindenden internen Umstrukturierungen dar. Durch den Wechsel an der Führungsspitze der Windows-Abteilung mit dem Weggang des bisherigen Chefs Jim Allchin nach der Einführung von Vista und der Ernennung des ehemaligen Office-Chefs Steven Sinofsky sei es zu einer Zäsur gekommen, sagte er. Unter Sinofsky wurde die Windows-Abteilung inzwischen stärker auf die Entwicklung des Vista-Nachfolgers Windows "7" ausgerichtet worden, so dass nun weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, so Goffe weiter.

Auf diese Veränderungen habe er selbst keinen Einfluss, sagte der Ultimate-Boss. Dennoch wollen er und sein Team versuchen, die Wünsche der Kunden innerhalb der kommenden Zeit zu erfüllen. Schon innerhalb eines Zeitraums von gut einem Monat werde es wieder mehr über die Ultimate Extras zu berichten geben, versprach er uns. Konkrete Details zu den Plänen wollte er jedoch nicht nennen. Eine Garantie, dass alles so wie geplant verläuft, könne er natürlich ebenfalls nicht geben, so Goffe abschließend.

WinFuture Special: Consumer Electronics Show 2008
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