CES: USB-Stick ersetzt Desktop-Sicherheitssoftware

CES Die israelische Firma Yoggie zeigt auf der Consumer Electronics Show 2008 derzeit eine auf einem USB-Stick basierende Sicherheitslösung. Das Pico genannte Gerät ist eigentlich ein Linux-Computer in Miniaturform, der durch die Integration diverser Sicherheitsmaßnahmen jeden PC schützen soll.

Als wichtigsten Vorteil nennt der Hersteller den Wegfall von Desktop-basierten Sicherheitsprogrammen wie Virenscanner, Firewall und Spyware-Killer. Außerdem soll der USB-Stick den Prozessor des PCs entlasten, der sonst manchmal stark von Sicherheitssoftware beansprucht wird, was den Nutzer bei seinen Tätigkeiten behindert.


Sämtlicher eingehender Datenverkehr wird über den Pico-Stick geleitet, egal ob es sich um Ethernet-, Bluetooth- oder WLAN-Verbindungen handelt. Erst dann werden die Daten an den Windows-PC weitergereicht. Im Innern des Geräts steckt ein 520 Megahertz schneller Intel Xscale Prozessor, der bis zu 13 verschiedene Linux-basierte Sicherheitslösungen lauffähig macht.

Die Engine des enthaltenen Virenscanners stammt vom russischen AV-Spezialisten Kaspersky. Im Abstand von fünf Minuten prüft der Stick, ob eventuell neue Signatur-Updates verfügbar sind. In den USA ist das Gerät bereits zum Preis von knapp 180 US-Dollar erhältlich - Updates für ein Jahr inklusive.

Nach einem Jahr werden 40 US-Dollar jährliche Gebühr fällig, mit der unter anderem die Kosten für die Updates der verschiedenen Sicherheits-Tools beglichen werden. In Europa will Yoggie sein Produkt in den kommenden Monaten nach und nach auf den Markt bringen. Es gibt auch eine "Pro"-Version, die 20 US-Dollar mehr kostet und einen VPN-Client sowie Verwaltungswerkzeuge mitbringt.

WinFuture Special: Consumer Electronics Show 2008
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coole Idee, aber will ich die ganze zeit am Notebook so ein Stick dranhaben? nein! Tja und dann ist mein NB wieder unsicher und es bringt nix.. Naja.. aber am DesktopPC wäre das vielleicht ne nette Sache.. über den Preis müsste man aber dann auch nochmal unterhalten..
 
@DPausO: Wenn ich an einem fremden Notebook sitze (Support), das keine Sicherheitssoftware installiert hat, dann bringt mir solch ein Stick viel.
 
Und was passiert wenn der USB Stick bzw die Software darauf versagt? Genau das selbe wie bei einer Desktop Firewall bzw der AV Software - das System wird infiltriert und ist dann infiziert. Kann man auch gleich Kaspersky AVK nehmen und es so installieren. Etwas sinnfrei wie ich finde, da der USB Stick quasi auch nur ein "Linux PC" ist
 
@Schnubbie: Öhm, folgen kann ich da nicht so ganz. Irgendwie bezeichne ich das mal als Aussage eines notorischen Pessimisten. Nen Haken findet man immer, wenn der Tag lang ist. Nichts ist perfekt, das dürfte ja schon mal klar sein. Allein die Grundidee, die Sicherheitssoftware vom PC abzukoppeln ist schon wertvoller als die Standarddesktoplösungen. Dazu kommen noch NAT und die Tatsache, daß die Soft nur auf einer Kopie des BS läuft, die bei jedem Neustart neu angelegt wird. Das Original ist schreibgeschützt. Über den Inhalt der Soft kann man sich streiten und die Tauglichkeit bezüglich Zusammenspiel zwischen PC und Stick muss die Praxis zeigen. Wir werden sehen, sprach der Blinde. :-)
 
@Guderian: Ja das mag ja super sein wenn die Sicherheitssoftware vom eigentlichen System abgekoppelt ist, aber es nützt trotzdem nichts wenn das abgekoppelte System versagt! Das Hauptsystem wird trotzdem infiziert/unterwandert. Der USB Stick bzw die Software erkennt z.B. einen Virus nicht, leitet es an das Hauptsystem weiter und es wird infiziert._____ Genau das selbe passiert wenn das Desktopsicherheitssystem versagt und das System unterwandert wird. Der PC ist dann mit schädlicher Software infiltriert. Ergo kann man sich das ganze sparen und kann gleich eine Desktop AV nehmen. Und es wird mit Sicherheit kein Ersatz für eine Hardwarefirewal sein o.ä.


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