CES: UMPC oder MID? Egal, die Mini-PCs kommen!

CES Intel-Chef Paul Otellini träumt vom Internet immer und überall (wir berichteten). Dazu setzt man bei Intel vorerst auf eine besonders kompakte CPU-Chipsatz-Kombination, die auf den Namen "Menlow" hört. Auf der Consumer Electronics Show 2008 wird nun deutlich, dass Intel zahlreiche Hersteller für seine Idee begeistern kann. Die so genannten Mobile Internet Devices (MID), eine neue Gerätekategorie, die stark an Ultra-Mobile PCs erinnert, sollen künftig in keiner Hosentasche mehr fehlen. Es handelt sich um sehr kompakte PCs, die oft auch auf dem freien Betriebssystem Linux basieren, aber auch mit Windows erhältlich sein werden.

Im Innern steckt wie erwähnt die neue Menlow-Plattform, die besonders kompakte Geräte ermöglicht. Eine Reihe von Herstellern zeigen hier vor Ort bereits ihre eigenen Interpretationen eines Mobilen Internet-Gadgets. Dazu gehören unter anderem LG, Toshiba, Gigabyte und sogar der HiFi-Spezialist Clarion.

LG: UMPC oder MID?
Der koreanische Hersteller LG bezeichnet sein MID auch gleichzeitig als Ultra-Mobile PC, macht aber keine Angaben zum geplanten Betriebssystem. Das Gerät verfügt über einen berührungsempfindlichen WVGA-Widescreen mit 4,8 Zoll Diagonale und wiegt nur knapp 600 Gramm. Im Innern stecken außerdem ein Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 40-Gigabyte-Festplatte.


Die Bedienung erfolgt sowohl über den Touchscreen, als auch eine ausziehbare Tastaur und ein ebenfalls vorhandenes Touchpad. Mit der Außenwelt kann das Gerät über HSDPA, WLAN und Bluetooth per Funk kommunizieren. Die Einführung ist auch für Europa geplant. Wann es allerdings soweit sein soll, war zunächst nicht zu erfharen.

Gigabyte & Aigo: Zwillinge
Der taiwanische Hardwarehersteller Gigabyte hat bereits seit einiger Zeit einen Ultra-Mobile PC im Angebot. Offenbar will das Unternehmen auch im vielversprechenden Markt der MIDs mitmischen und zeigt deshalb bereits ein erstes Gerät dieser Art. Da es sich um ein OEM-Gerät handelt, hat auch die Firma Aigo ein identisches Gerät im Angebot.


Zu den Spezifikationen des Gigabyte/Aigo MIDs liegen bisher kaum Informationen vor. Fest steht jedoch, dass es sich auch bei diesem Gerät um ein Modell mit ausziehbarem Keyboard handelt, das über einen Touchscreen verfügt. Anders als LG setzt man hier allerdings auf einen Trackstick und Maus-Buttons auf jeweils einer Seite des Bildschirms.

Clarion: Navi, Surfen, Video...
Beim HiFi-Spezialisten Clarion ist ebenfalls ein MID zu sehen. Das Unternehmen hält leider kaum Informationen zur technischen Ausstattung bereit, sicher ist aber, dass es auf "Menlow" basiert. Außerdem sind WLAN, WiMAX, Bluetooth, GSM-Unterstützung und GPS vorhanden.


Clarion sieht das Gerät offenbar als absolutes Multitalent und will angesichts der umfangreichen Ausstattung wohl vor allem gut betuchte Kunden ansprechen. Auf der Software-Seite sind unter anderem Multimedia-Player, Telefon, Mail, Widgets, PDF-Viewer und natürlichein Browser installiert.

Digifriends: Vielseitig lautet die Devise
Der koreanische WiMAX-Spezialist Digifriends zeigt derzeit ein besonders vielseitiges Gerät, das mit Hilfe von austauschbaren Abdeckungen verschiedene Funktionen bietet. Im innern steckt ein 1,2 Gigahertz schneller Intel Silverthorn Prozessor, der die Basis für die Menlow-Plattform bildet.


Wie üblich sind Touchscreen und diverse Kommunikationsmöglichkeiten gegeben. Digifriends erlaubt dem Anwender jedoch die Verwendung verschiedener Cover, die gleichzeitig als Tastatur und Zusatzakku, Dockingstation mit Lader, Lautsprecher und sogar Schnittstation funktionieren.

Toshiba: Windows Vista!
Der japanische Hersteller stellt als einer der wenigen Anbieter ein Gerät mit Windows vor. Zur Hardware-Ausstattung macht das Unternehmen keinerlei Angaben, es dürfte sich aufgrund der kompakten Abmaße jedoch um ein weiteres Menlow-basiertes Produkt handeln.


Toshibas Gerät ist allerdings nur ein Konzept, so dass nicht sicher ist, ob es jemals auf den Markt kommen wird. Auf der Vorderseite befindet sich eine Art D-Pad mit einem Trackstick kombiniert, sowie zwei einzelne Maus-Buttons. Das Konzeptgerät ist in verschiedenen Farben und zusammen mit einer Dockingstation ausgestellt. Als Betriebssystem kommt Windows Vista zum Einsatz.

iriver: Design und Windows CE
Ebenfalls aus Korea stammt das vom Multimedia-Spezialisten iriver gezeigte Gerät namens "Wing". Über das Produkt war schon vor einigen Monaten als "R10" spekuliert worden. Als Betriebssystem kommt Windows CE Professional zum Einsatz, allerdings mit einer speziellen Oberfläche.


Das Gerät ist mit seinem 4-Zoll-Touchscreen besonders kompakt und erinnert stark an einen Laptop. Nimmt man es in die Hand, lässt sich die Flach-Tastatur relativ gut bedienen, eine ideale Lösung ist dies aber nicht. Im Innern stecken außerdem vier Gigabyte Flash-Speicher und ein SD-Kartenslot. Weitere Informationen waren leider nicht aufzutreiben.

Mobile Internet Device oder Ultra Mobile PC mit Linux?
Intel nennt die hier vorgestellten Geräte offiziell Mobile Internet Devices. Die Hersteller selbst, nennen sie allerdings auch gern UMPC, so dass nicht ganz klar ist, wo die Grenze zwischen den Produkten verläuft. Als Unterscheidungspunkt kann selbst die Nutzung von Linux kaum gelten, schließlich gibt es auch Modelle mit Windows. Einzig die größe kommt als Anhaltspunkt für die Bezeichnung in Frage.

Selbst dieses Argument fällt allerdings angesichts der immer weiter schrumpfenden Ultra-Mobile PCs weg. Schließlich bietet zum Beispiel Toshiba mit seinem U810 bereits seit einigen Monaten einen UMPC an, der sogar kleiner ist, als so manches Mobile Internet Device. Anscheinend hängt es einzig von der Ausrichtung des Marketing ab, wie ein Hersteller seine Geräte nennt.

WinFuture Special: Consumer Electronics Show 2008
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