Hacker macht Amazon eBook-Reader zu 'Navi' & mehr

Software Was man mit einem Lötkolben und einigem Geschick in Sachen Technik und Programmierung anfangen kann, hat der "Hardware-Hacker" Igor Skochinsky in den letzten Wochen einmal mehr bewiesen. Er schaffte es, Amazons eBook-Reader "Kindle" eine Reihe von interessanten Zusatzfunktionen zu entlocken. In seinem Weblog beschreibt der Bastler, wie es möglich ist, einige zusätzliche Funktionen des auch als "Bücher-iPod" bezeichneten Geräts nutzbar zu machen, die nicht offiziell dokumentiert sind. Zu den von Skochinsky entdeckten "Features" gehören ein einfacher Bildbetrachter und eine Art Minesweeper-Spiel, wie es auch Windows beiliegt.

Außerdem ist offenbar die Ortung des Geräts mit Hilfe der unter anderem zum Download neuer Inhalte verwendeten CDMA-Mobilfunktechnologie möglich. In Kombination mit der Möglichkeit den Kartendienst Google Maps aufzurufen, lassen sich so ortsbezogene Informationen einsehen, also z.B. Angaben zu Restaurants oder Tankstellen in der Nähe des aktuellen Standorts.

Skochinskys Hack begann mit einer gründlichen Untersuchung des Quellcodes der Software des Kindle. Dieser wird von Amazon entsprechend der Bedingungen diverser Lizenzen aus dem Open-Source-Bereich online bereit gestellt, kann also von jedermann eingesehen werden - schließlich läuft auf dem Gerät eine Variante des freien Betriebssystems Linux.


Nach einigem Rumprobieren fand er unter anderem heraus, dass die aus Deutschland stammende Software U-Boot für die Abwicklung des Systemstarts verwendet wird. Schließlich gelang es ihm auf Umwegen Root-Zugriff zu erhalten. Letztenendes konnte er so die Kontrolle über das System erlangen.

So konnte er die laufenden Prozesse einsehen, feststellen welche Dateisysteme geladen werden und welche Dateien an welchem Ort abgelegt sind. Nun steht neben den eingangs genannten versteckten Funktionen auch fest, dass die Oberfläche auf Java basiert und es eine ganze Reihe von Tastenkürzeln genutzt werden können.

Den aufwendigen Verlauf seiner weiteren Bemühungen hat Skochinsky ausführlichst dokumentiert. Alle Informationen zu dem erfolgreichen Hack des Amazon Kindle hält dementsprechend sein Weblog zur Einsicht bereit.

Weitere Informationen: Igor Skochinskys Weblog
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