Beschwerden über "Heimweh" von Adobe Photoshop

Software Seit Jahren machen allerlei Verschwörungstheorien die Runde, wonach die von Microsofts Produkten "nach Hause gefunkten" Daten genutzt werden, um den Usern über die Schulter zu schauen. Nun gibt es (wieder einmal) ähnliche Vorwürfe gegen den Softwarehersteller Adobe, der ähnliche Praktiken betreiben soll. Am Tag nach Weihnachten wurden erste Stimmen laut, die in Frage stellten, warum Adobes jüngste Version der Bildbearbeitung Photoshop bei jedem Start Kontakt zu einer bestimmten Internetadresse aufnimmt. Bloggern hatten mit einer entsprechenden Software herausgefunden, dass Photoshop CS3 versucht, sich mit "192.168.112.2O7" zu verbinden. Das "O" in der Adresse, die sonst aussieht als könnte sie zum heimischen Netzwerk gehören, war der Auslöser genauerer Nachforschungen.

Schnell wurde klar, dass es sich keineswegs um eine Adresse im lokalen Netzwerk handelt, sondern die vollständige URL eigentlich 192.168.112.2O7.net lauten muss. Hinter ihr verbirgt sich ein Server der Firma Omniture, die verschiedene Dienstleistungen für die Analyse des Nutzerverhaltens anbietet.

Neben der grundlegenden Kritik über die Praxis des "nach Hause Telefonierens" wird nun von vielen Beobachtern bemängelt, dass Adobe nicht vorab darüber informiert hat. Gerade die Art der verwendeten URL wird als Versuch interpretiert, die Kontaktaufnahme mit Webservern ohne Wissen des Nutzers zu verschleiern.

Adobe hat mittlerweile in einem Blog-Eintrag Stellung genommen und genauere Untersuchungen angekündigt auf die eine offizielle Mitteilung folgen soll. Vorerst hieß es nur, dass Omniture Nutzungstatistiken für Adobe erstellt, wobei allerdings nur bestimmte Programme aus dem Produktportfolio des Unternehmens zu diesem Zweck mit Servern im Internet kommunizieren sollen.

Nach Angaben von John Nack von Adobe betrifft dies Programme, die eine Flash-Datei im Willkommensbildschirm anzeigen, mit deren Hilfe Neuigkeiten oder Sonderangebote dargestellt werden. Außerdem gilt dies für Adobe Bridge, das mit Hilfe des Flash-Players und des Web-Browsers Opera Informationen von Adobes Servern abruft, sowie Adobe Anwendungen, die auf Online-Informationen zugreifen, also zum Beispiel zusätzliche Hilfen anbieten.

Microsoft musste sich in der Vergangenheit immer wieder mit massiver Kritik auseinander setzen, weil das Unternehmen nicht darüber informiert hatte, dass bestimmte Programme zu statistischen Zwecken "nach Hause funken". So wurden im Rahmen des Windows Genuine Advantage Programms diverse Informationen an die Server der Redmonder übertragen, ohne die Anwender darüber zu informieren.
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