Plattenbosse gegen Amazon.de - Import-CDs illegal?

Internet & Webdienste Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet, haben die Vertreter einiger deutscher Musikfirmen die Zeit vor Weihnachten genutzt, um sich mit dem Online-Versender Amazon wegen angeblich illegal importierter Alben in dessen Angebot anzulegen. Die Konzerne beschwerten sich bei Amazon, weil das Unternehmen auf seinen Webseiten immer wieder besonders billige Tonträger aus Nicht-EU-Ländern anbietet. Der Online-Händler reagierte verstimmt und setzte die Musikkonzerne seinerseits unter Druck, indem man einfach kurzerhand diverse Alben der Firmen aus dem Angebot nahm.

Nach Angaben des "Spiegel" flogen fast alle Top-100-Titel von Sony BMG und Warner Music aus dem Amazon-Angebot. Auch diverse besonders gefragte Titel der beiden anderen Musikriesen dieser Welt - EMI und Universal Music - wurden entfernt, wahrscheinlich um zu zeigen, dass sich der Online-Händler nicht von der Musikindustrie gängeln lassen würde.

In der Folge lenkten die Musikriesen offenbar ein und waren zu Gesprächen bereit. Später wurden dann alle zuvor entfernten Angebote wieder verfügbar gemacht. Angeblich wurden auch die von den Plattenfirmen als illegal beanstandeten Titel entfernt. Damit sollen die Querelen aber noch lange nicht vorbei sein.

Wie der "Spiegel" weiter berichtet, hieß es von Seiten der Musikkonzerne, dass es sich nur um eine vorläufige Lösung handele, das eigentliche Problem aber noch lange nicht geklärt sei. Ein anderer Manager wird von dem Blatt mit dem Eingeständnis zitiert, dass man sich wohl keinen schlechteren Zeitpunkt für die Auseinandersetzung hätte aussuchen können als das Weihnachtsgeschäft.

Dieser Fall ist nicht der Einzige, bei dem die Musikindustrie versucht, Online-Händler mit ihrer Rechtsauffassung zur Einstellung von Angeboten zu zwingen. Die Unternehmen gingen in den USA in den letzten Monaten sogar gegen Mix-Tape-DJs vor, so dass ein besonders bekannter Plattenjongleur sogar im Gefängnis landete, weil er angeblich illegal Samples von Künstlern der Konzerne verwendet hatte.
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