Toshiba Laptops künftig auch ohne Probiersoftware

Hardware Die Vorinstallation von zusätzlicher Software von Drittanbietern ist für viele PC-Hersteller ein einträgliches Nebengeschäft. Firmen wie Symantec oder AOL zahlen teilweise Millionensummen, damit ihre Programme in Form einer Testversion zusammen mit Windows auf den PCs verschiedener Produzenten vorinstalliert werden. Diese Praxis ist seit Jahren umstritten und bei vielen Kunden extrem unbeliebt. Unter erfahrenen Anwendern hat sich deshalb der Grundsatz etabliert, dass man ein vorinstalliertes Betriebssystem direkt nach dem Kauf erst einmal löscht, um es dann von Grund auf ohne all die unerwünschte Software neu zu installieren.

Den PC-Herstellern dämmert langsam scheinbar zunehmend, dass der Verzicht auf die Vorinstallation der Software von Drittanbietern auf ihren Geräten mittlerweile auch als Verkaufsargument gelten kann. Nachdem Dell vor einigen Monaten ankündigte, teilweise auf die Zusatzsoftware zu verzichten, zieht nun auch der Konkurrent Toshiba nach.

Im Gespräch mit GottaBeMobile ließ Kevin Roberts, Produkt-Manager bei Toshiba, verlauten, dass man künftig bei verschiedenen Notebook-Serien auf die Vorinstallation von Probierversionen verzichten will. Hintergrund ist der Wunsch, die Nutzung der Notebooks, die vor allem professionelle Anwender ansprechen sollen, schon ab Werk so effizient wie möglich zu gestalten.

Toshiba will bei Tests festgestellt haben, dass der Verzicht auf vorinstallierte Zusatzsoftware einen deutlichen Leistungsschub zur Folge haben kann. Konkrete Angaben machte Roberts zwar nicht, verwies aber auf eine deutlich gesunkene Zahl laufender Prozesse, wodurch der jeweilige Rechner sauberer und effizienter arbeiten soll.

Der Verzicht auf werksseitig eingespielte Probierversionen der Software von Drittanbietern soll bei Toshiba-Notebooks der Serien "Satellite Pro", "Portegé" und Tecra umgesetzt werden. Bei Systemen, die für Otto Normalverbraucher bestimmt sind, will Toshiba also offenbar nicht auf die zusätzlichen Einnahmen aus Verträgen zur Vorinstallation verzichten und hält an dieser Praxis weiterhin fest.
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