Microsoft: Schluss mit Fehlern in Öffentlichkeitsarbeit

Microsoft Microsoft musste sich in den letzten Wochen vermehrt für seine wenig einheitliche Informationspolitik schelten lassen. Blogger, Entwickler und andere Beobachter hielten dem Unternehmen vor, dass es derzeit keine wirklich verlässlichen Angaben zu den zukünftigen Plänen des Unternehmens gibt. Bill Gates höchstpersönlich versprach in der letzten Woche Besserung. Wie diese aussehen wird bleibt allerdings fraglich, gab es doch schon früher Zusagen und Versuche, einen klareren Dialog mit der Öffentlichkeit zu führen. Nun scheint man sich bei Microsoft für den falschen Weg zu entscheiden und will offenbar nur noch kontrollierte und "den Zielen des Unternehmens entsprechende" Informationen zu Windows und den damit in verbundenen anderen Produkten herausgeben.

Dies legt eine von Microsoft veröffentlichte Stellenanzeige für die Suche nach einem "Director of Windows Client Disclosure" nahe, der das Bekanntwerden neuer Informationen zu den Produkten aus dem Bereich Windows steuern soll. Zu seinen Aufgabenbereichen gehört laut Microsoft alles, was die Veröffentlichung von Angaben zu Windows als Client-Betriebssystem betrifft, also auch Zukunftspläne und die "Kernaussage".

Der neu zu besetzende Posten soll vor allem intern für Ordnung sorgen. So heißt es in der Stellenbeschreibung weiter, dass der neue Director for Windows Client Disclosure konkrete Vorgaben für die Kommunikation aller Kräfte im Windows-Bereich mit der Aussenwelt schaffen soll. Künftig müssen außerdem alle Veröffentlichungen mit dem neuen Verantwortlichen abgesprochen werden.

Dies bedeutet, dass nichts mehr an die Öffentlichkeit dringen soll, was nicht zuvor von einer zentralen Stelle abgenickt wurde. Beobachter gehen nun davon aus, dass Microsoft mit dieser Taktik offenbar Publicity-Desaster vermeiden will, die dem Ansehen des Unternehmens schaden könnten. In der Vergangenheit waren vollmundige Ankündigungen verschiedener ranghoher Microsoft-Mitarbeiter durchaus die Regel, spätestens Windows Vista zeigte jedoch, dass sich der Redmonder Konzern damit teilweise selbst schadete.

Microsoft hatte in den letzten Jahren mehrfach versucht, mit einer offeneren Kommunikation gegenüber den Nutzern zu punkten. Dazu wurden unter anderem Blogs für die Mitarbeiter geschaffen. Ganz im Gegensatz dazu kam es jedoch häufiger vor, dass Microsoft-Mitarbeiter ihre Blog-Einträge auf Druck von oben löschen mussten oder Statements gegenüber der Presse von den PR-Strategen des Unternehmens schleunigst dementiert wurden.

Diese uneinheitliche Politik gegenüber Außenstehenden soll nun offenbar der Vergangenheit angehören. Ob sich dadurch tatsächlich eine Verbesserung einstellt, bleibt abzuwarten. Einige Beobachter gehen davon aus, dass Microsoft versucht, in Sachen PR-Arbeit vom Konkurrenten Apple zu lernen. Gerade Apple war jedoch in den letzten Wochen massiv in die Kritik geraten, nachdem bekannt wurde, wie die PR-Abteilung des Unternehmens versucht, Pressevertreter zu gängeln.
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