Deutschland: Breitbandnutzung über EU-Durchschnitt

Internet & Webdienste Auf 100 Einwohner kommen in Deutschland 21,1 breitbandige Internetanschlüsse. Damit liegen wir deutlich über dem EU-Durchschnitt (18,2 Anschlüsse). Das geht aus einer Antwort auf eine kleine parlamentarische Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen hervor. Demnach gab es zur Mitte des laufenden Jahres in Deutschland 17,4 Millionen Breitbandanschlüsse, was einer Abdeckung der Haushalte von 45 Prozent entspricht. Fast 95 Prozent dieser Anschlüsse werden durch kabelgebundenes DSL realisiert. Der Rest entfällt auf Kabelmodem (810.000 Anschlüsse), Funk (54.000 Anschlüsse), Powerline (9.500 Anschlüsse) und Satellit (56.000 Anschlüsse).

Innerhalb eines Jahres konnte man 4,8 Millionen neue Kunden zählen. Zum Vergleich: In Großbritannien und Frankreich gab es im gleichen Zeitraum nur 2,8 Millionen neue Anschlüsse. Laut dem Breitbandatlas des Bundeswirtschaftsministeriums können 97 Prozent der deutschen Haushalte eine breitbandige Verbindung mit dem Internet herstellen, ohne auf einen Satelliten zurückgreifen zu müssen.

Anschlüsse werden als breitbandig bezeichnet, sobald eine Übertragungsrate von mehr als 128 kbit/s möglich ist. ISDN mit Kanalbündelung zählt also nicht zu den Breitbandanschlüssen.
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