Wie Windows XP für Billig-Notebooks fit werden soll

Windows Das Massachussetts Institute of Technology (M.I.T.) will mit dem von seinem One Laptop Per Child Projekt entwickelten so genannten "100-Dollar-Laptop" ein Lernwerkzeug für Schüler in Entwicklungsländern bieten. Auf dem speziell an die Bedürfnisse der Kinder angepassten Gerät, läuft bisher allerdings Linux statt Windows. Microsoft hatte im Oktober angekündigt, sein Betriebssystem Windows XP für die Nutzung auf dem "XO" genannten Gerät anzupassen. Das M.I.T. hatte das Vorhaben begrüßt und schon kurze Zeit später verlauten lassen, dass die Arbeiten an einer speziell angepassten Version von XP für den "100-Dollar-Laptop" so gut wie abgeschlossen seien.

Nun hat Microsoft konkrete Angaben zu seinen Plänen für eine Anpassung von Windows XP für den Lern-Laptop und ähnliche Geräte veröffentlicht, die mit Flash-Speicher anstatt einer Festplatte ausgerüstet sind. Offenbar war man am M.I.T. mit etwas zu voreilig, was Windows XP auf dem XO angeht.

Nach Angaben von Microsoft will man im Januar mit "begrenzten Feldversuchen" beginnen, um die Nutzung von Windows XP auf dem OLPC-Laptop zu erproben. Sollte alles nach Plan verlaufen, sei in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres damit zu rechnen, dass der "100-Dollar-Laptop" auch mit Windows XP verfügbar gemacht werden kann.

Es wird sich bei der für den XO entwickelten XP-Version also mit großer Wahrscheinlichkeit um Windows XP Starter Edition handeln, eine stark abgespeckte Ausgabe von Microsofts "altem" Betriebssystem, die auch auf leistungsschwachen Rechnern laufen soll.


Damit dieses Ziel erreicht werden kann, muss Microsoft allerdings ganz schön tricksen. Weil der Flash-Speicher des "100-Dollar-Laptop" nur über eine Kapazität von 1 Gigabyte verfügt, kann Windows und die dazugehörige weitere Software nicht direkt auf dem Gerät installiert werden.

Stattdessen will Microsoft ein Softwarepaket aus Windows XP, Office und weiteren Anwendungen schnüren, das auf einer SD-Speicherkarte mit 2 Gigabyte Speicherplatz untergebracht wird. Durch Anpassungen soll Windows XP dann auf dem Gerät auch von der SD-Karte starten können.

Microsoft erteilte den Hoffnungen einiger Anwender aus Industrieländern eine Absage, einen XO mit Windows XP ergattern zu können. Die Geräte sollen ausschließlich in Entwicklungsländern erhältlich sein, wobei man auf das hauseigene Programm Unlimited Potential setzt, das die PC-Nutzung in diesen Ländern fördern soll.

Auch wenn der XO möglicherweise nie mit Windows XP in Deutschland ankommen wird, können die Kunden trotzdem auf besonders günstige Laptops mit dem Betriebssystem rechnen. Microsofts Ankündigung beschränkte sich nämlich nicht nur auf den Schüler-Laptop für Entwicklungsländer.

In Anbetracht des großen Erfolgs von ASUS' Billig-Laptop Eee PC will Microsoft daran arbeiten, Windows XP für ähnliche Geräte besser anzupassen. Dazu will man Anfang 2008 konkrete Richtlinien veröffentlichen, die den Hardware-Herstellern zeigen, wie ein besonders günstiger Laptop mit Windows XP aussehen könnte, um dem Kunden das bestmögliche Nutzungserlebnis zu bieten.
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