US-Filmindustrie nimmt Piraterie-Kit für Unis offline

Wirtschaft & Firmen Die us-amerikanische Filmindustrie (MPAA) wurde gezwungen, die Verbreitung des "University Toolkit" einzustellen. Dabei handelt es sich um eine Programmsammlung, mit der Universitäten ihr Netzwerk überwachen können, um illegales Filesharing zu erkennen. Es handelt sich dabei um eine Sammlung diverser Open-Source-Programme, die unter der freien Software-Lizenz GPL stehen. Die Lizenz besagt, dass Veränderungen am Programm-Code zwar erlaubt sind, anschließend aber auch öffentlich verfügbar gemacht werden müssen. Diesen Forderungen kam die MPAA nicht nach.

Das Software-Paket wurde von einem externen Unternehmen im Auftrag der MPAA zusammengestellt - ob Veränderungen an den Tools vorgenommen wurden, ist bisher nicht geklärt. Die Filmindustrie hat jedenfalls reagiert und den Download auf UniversityToolkit.org offline genommen.

Zum Start des neuen Semesters verschickte die MPAA das Software-Paket an 25 Universitäten. Die Überwachung des Netzwerkes basiert auf der Linux-Distribution Ubuntu sowie den Programmen MySQL, Snort und ntop.
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