Microsoft wirft Hardware-Chef raus - wegen Vista?
Nachdem schon OEM-Chef Scott Di Valerio seinen Hut nehmen musste, will sich Microsoft nun offenbar auch vom Chef seines "Windows Hardware Ecosystem" Bereichs trennen. Jawad Khaki, der der Abteilung bisher vorstand, macht nach Angaben des Unternehmens "eine lang verdiente Ruhepause".
Khaki ist seit dem heutigen Tag offiziell freigestellt, soll aber angeblich im Januar wieder ins Unternehmen zurück kehren. Was er nach seiner Rückkehr bei Microsoft tun wird, ließ man allerdings vollkommen offen. Er werde eine neue, noch nicht feststehende Aufgabe übernehmen, hieß es lediglich.
Hintergrund der "Ferien" für Khaki sind allerdings schwerwiegende Veränderungen in der Unternehmensstruktur bei Microsoft. So wird die von ihm bisher geleitete Windows Hardware Group nun Teil der Core Operating System Division, die für die Entwicklung von Windows zuständig ist.
Durch die Zusammenführung der beiden Sparten will Microsoft angeblich dafür sorgen, dass größere Synergien zwischen den Abteilungen Hardware und Betriebssystemen entstehen. Die Ausrichtung der Abteilungen soll jedoch erhalten bleiben - die Windows Plattform soll weiter "optimiert" werden.
Jawad Khakis "Ferien" dürften mit einem Rauswurf gleich zu setzen sein. Bei Microsoft ist es seit Jahren üblich, Mitarbeiter, die in Ungnade gefallen sind, mit "Ferien" oder "mehr Zeit für die Familie" aus dem Unternehmen zu verabschieden. Über die Hintergründe seines Weggangs kann nur spekuliert werden.
Microsoft selbst dürfte wie üblich keine konkreten Angaben zu den Gründen für den Rauswurf von Khaki veröffentlichen. Er war jedoch für die Arbeit an neuen Hardware-Technologien und deren Unterstützung durch Windows zuständig. Auch die Verbesserung der Hardware-Unterstützung gehörte zu seinen Aufgaben.
Im Zusammenhang mit den zahllosen Beschwerden von Kunden über eine angeblich mangelhafte Hardware-Unterstützung beim neuen Windows Vista, wird schnell klar, warum Khaki wahrscheinlich seinen Hut nehmen musste. Die Führungsetage dürfte von der schlechten Publicity zum leidigen Thema Vista-Treiber die Nase gestrichen voll haben.
Wenn man dann auch noch den stillen Abgang von Microsofts OEM-Chef Scott Di Valerio mit in die Betrachtung einbezieht, der für die Kooperation mit den zahllosen Hardware-Partnern und PC-Herstellern zuständig war, wird deutlich, dass nun offenbar Köpfe rollen müssen, weil man in Redmond mit ihrer Arbeit im Rahmen der Markteinführung von Vista unzufrieden ist.
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