Aktion: Nutzer sollen Filesharing-Bremsen aufspüren

Software In den USA tobt derzeit eine Debatte darüber, ob Provider berechtigt sein sollten, bestimmte Datentransfers ihrer Kunden auszubremsen, um für andere Nutzer eine "höchstmögliche Servicequalität" zu gewährleisten.

Die Bürgerrechtler der Electronic Frontier Foundation [EFF] hatten dem Internet-Provider Comcast nachgewiesen, dass das Unternehmen durch das Einfügen bestimmter Pakete in den Datenstrom die Nutzung von Filesharing-Programmen erschwerte.


Die EFF hat nun eine ausführliche Dokumentation darüber veröffentlicht, mit welchen konkreten Maßnahmen der Provider den Filesharing-Verkehr auszubremsen versucht. Offenbar sorgen so genannte TCP-RST-Pakete für die Beendigung der Verbindung zum Internet durch das jeweilige Client-Programm.

Die Bürgerrechtler werfen den Providern nun vor, dass die Störung des Filesharing-Verkehrs nicht nur die Interessen der Kunden verletzt, sondern auch diverse neue Geschäftsmodelle sabotiert, die sich auf die Verbreitung großer Datenmengen über Peer-To-Peer-Netzwerke verlassen.

So nutzen zum Beispiel auch einige Anbieter von legalen Musik- und Filmdownloads Filesharing-Technologie. Auch Online-TV-Anbieter wie Zattoo und Joost verlassen sich auf P2P-Netze, da die riesigen Datenmengen sonst nicht zu bewältigen wären.

Als Protest gegen die Drosselungen des Filesharing-Verkehrs durch diverse Provider ruft die EFF nun zu einer Aktion auf, bei der die Kunden ihren Anbieter mit Hilfe der kostenlosen Software Wireshark und einer speziellen Anleitung testen sollen. Wird nachgewiesen, dass ein Provider Filesharing verhindert oder ausbremst, soll dies öffentlich gemacht werden, um Druck auf die Unternehmen auszuüben.

Weitere Informationen: EFF: Test Your ISP

Download: wireshark-setup-0.99.6a.exe | Anleitung der EFF
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auch dagegen wird eine methode entwickelt...man siehe variable/zufällige Ports bei Portsperren/Bremse. Man sehe Obfuskation von eMule um die identifikation der Paketart zu verscheiern. Das wird nix.
 
@Nero FX: Sie können dir auch alle Ports bis auf die den HTTP/HTTPS Port drosseln, dann kannst du noch so Ports wechseln oder obfuskieren...
 
"Arrrr, das wird Käptn Feiltschär und seine Crew aber garnicht freuen. Setz die Segel Matrosen und ab in neue Gewässer!" will sagen: Selbst wenn die damit durchkommen (was ich momentan stark bezweifel) wird das nur dazu führen, dass a) Provider die das anders handhaben einen großen Kundenzulauf gewinnen oder b) man das ganze einfach anders realisiert als zuvor. Es sind nämlich wie schon gesagt nicht nur Piraten in den haiverseuchten Gewässern unterwegs sondern auch Geschäftsleute die wichtigen Datenaustausch betreiben ..
 
Versteh gar nicht was es da zu debattieren gibt. Ich hab ne Flatrate mit z.B: 6 Megabit und erwarte dass ich diese voll nutzen kann. UNd zwar 24 Stunden am Tag. Wenns dem Provider zu viel wird, dann hat er schlicht zu viele Flatrates verkauft.
 
@DennisMoore: Es geht nicht nur um deinen Provider, Filesharing legt zunehmend das ganze Internet lahm.


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