Microsoft: Echtheitsprüfung sorgt für ehrliche Kunden

Windows Seit Jahren versucht der Verband der Softwarehersteller BSA (Business Software Alliance) mit verschiedenen Kampagnen, die illegale Verbreitung und Nutzung kommerzieller Softwareprodukte zu bekämpfen. Die Piraterierate hat sich dadurch jedoch nicht sonderlich verändert.

Microsofts aggressive Anti-Piraterie-Politik scheint sich hingegen auszuzahlen. Der Softwarekonzern hat bei seinen wichtigsten Produkten Windows und Office mittlerweile eine Echtheitsprüfung eingeführt, die nach Angaben des Unternehmens nun zu einer positiven Entwicklung geführt hat.

Die Echtheitsprüfung erlaubt des dem Unternehmen, möglicherweise illegal genutzte Software zu erkennen und deren Nutzung einzuschränken. Für die Kunden bedeutet dies unter anderem, dass sie Windows unter Umständen nicht mehr in vollem Umfang nutzen können, wenn die Echtheitsprüfung nicht erfolgreich verläuft.


Microsoft macht bisher keine konkreten Angaben, was die illegale Nutzung einzelner Produkte angeht, geht aber dennoch davon aus, dass sich die Echtheitsprüfung zunehmend als effektives Mittel gegen illegale Software anbietet. Man verweist dabei auf die guten Quartalszahlen.

Während Windows im letzten Quartal nämlich gut 20 Prozent häufiger verkauft werden konnte, stieg die Zahl der weltweit verkauften Komplettrechner nur um 14 bis 16 Prozent. Die Differenz ist nach Meinung von Microsoft darauf zurück zu führen, dass immer mehr Kunden, die Windows bisher illegal nutzten, nun den legalen Weg gehen.

Für Cori Hartje, die für Microsofts Maßnahmen gegen illegale Software verantwortlich ist, bleibt die Echtheitsprüfung aber dennoch nur ein Teil des Konzepts. Die Kampagnen der BSA und die Information der Anwender über die Probleme und Gefahren, die bei der Verwendung unlizenzierter Produkte auftreten können, bleiben für sie weiterhin wichtig.

Bei der BSA glaubt man unterdessen zu wissen, warum viele andere Softwarehersteller nicht wie Microsoft mit noch rigoroseren Maßnahmen gegen die illegale Nutzung ihrer Produkte vorgehen. So fürchten die Unternehmen angeblich Kunden an Konkurrenten zu verlieren, wenn sie ihre Produkte besser vor Piraterie schützen.
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Mhh, die sollten mal alle illegal verwendeten XP-Versionen abschalten und nicht nur so ne doofe Meldung einblenden... dann würden die Verkäufe noch mal was ansteigen.
 
Ja, finde auch das sollten sie mal machen. Dann wuerden naemlich endlich mehr Leute ueber Alternativen zu MS nachdenken. MS hat immer von der Duldung von Raubkopien zur Staerkung Ihrer Marktmacht profitiert. Da man ja nun ein Quasimonopol erreicht hat, kann man die Daumenschrauben nu' auch etwas anziehen. 'Buy it or steal it - just use it' ist trotzdem immernoch eher die Devise. Wuerden alle Leute Ihre Software bezahlen gaebs hier sicher nicht mehr so0 viele Fanboys ...
 
@DonElTomato: also eher mir linux (egal welche distri) oder mac ins haus kommt wird lieber vista ein dutzend mal gekauft....ich kann den anderen sachen einfach nix ab. Und ja ich hab alle alternativen schon genutzt un das länger als ein paar stunden :)
 
Das könnte aber evtl. auch daran liegen das viele Leute sich ihre Rechner billiger aus Einzelteilen zusammenbasteln als ein Komplettrechner bei Media Markt zu kaufen.
 
@Mudder: Nicht bös' gemeint, aber ich verstehe gerade den Zusammenhang zur News nicht... Ich meine, bei beiden Fassungen (Komplett-PC vs. Selbstbau) braucht man doch - wenn Windows - eine legale Version davon, oder nicht? Rein von der Logik her müsste es sogar umgekehrt ablaufen: Während man bei Media Markt & Co. eine vollständige Windows-Version erwirbt (inkl. MS-Support), wird jemand, der schonmal genug Ahnung hat um sich seinen PC selbst zusammenzubauen, mit Sicherheit zu der (günstigeren) SB-Version greifen... Wie gesagt, ich verstehe es gerade nicht, ich bin aber auch lernbereit bzw. lernwillig^^


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