"100-Dollar-Laptop" unter Druck von Intel & Microsoft

Hardware Das Massachussetts Institute of Technology (M.I.T.) hat mit dem "100-Dollar-Laptop" ein Gerät entwickelt, das Kindern in Entwicklungsländern den Lernalltag erleichtern soll. Das Non-Profit-Projekt gerät jedoch zunehmend unter Druck, weil kommerzielle Anbieter eigene Konkurrenzprodukte schaffen. Gerade der Chiphersteller Intel und der Softwarekonzern Microsoft sind nach Ansicht von Nicholas Negroponte, Chef des M.I.T. und Begründer des One Laptop Per Child Projekts, das die 100-Dollar-Laptops entwickelt hat, die größte Gefahr für den Erfolg des Vorhabens, Millionen Kindern einen günstigen Lern-Laptop zur Verfügung zu stellen.

Im Gespräch mit dem Wall Street Journal kritisierte Negroponte nun die Aktivitäten der kommerziellen Konkurrenz. Dennoch sei es für ihn kein Misserfolg, wenn Ende 2008 Millionen Kinder einen Rechner von Intel mit Windows als Betriebssystem einsetzen würden, denn das letztenendes würden die Schüler davon profitieren, egal von wem ihre neue Lernhilfe kommt.

Dennoch gerät der langfristige Erfolg des OLPC-Projekts zunehmend in Gefahr. Negroponte und seine Mitstreiter hatten bereits Abkommen mit verschiedenen Ländern getroffen, die Millionen "100-Dollar-Laptops" abnehmen wollten. Inzwischen werden die Zusagen jedoch reihenweise widerrufen.

Es sei immer schwerer, mit den Angeboten von Intel, Microsoft und verschiedenen taiwanischen Herstellern zu konkurrieren, so die Erkenntnis der OLPC-Macher. Die Entscheider in vielen Ländern wollen dank verstärkter Lobby-Aktivitäten und besonders niedriger Preise doch lieber auf die Technologie bekannter Marken setzen.

So werden sowohl Lybien, als auch Ägypten das von Microsoft geschaffene Angebot für Entwicklungsländer nutzen, Windows-Lizenzen zum Preis von nur drei US-Dollar pro Stück zu erwerben. Unterdessen scheint zumindest Intel mit seiner aggressiven Konkurrenzstrategie einen Teilerfolg erzielt zu haben.

Das M.I.T. will mit dem Chipriesen zusammenarbeiten, um eine Variante des 100-Dollar-Laptops zu schaffen, die auf Intels Prozessoren basiert. Bisher werden die CPUs für die aktuelle Generation der Geräte vom Konkurrenten AMD geliefert.
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