Sicherheit: Microsoft will Dialog statt Anschuldigungen

Microsoft Microsofts Software gilt bei vielen Anwendern als Definition für Unsicherheit. Seit Würmer wie Blaster und Slammer die Runde machten, muss sich das Unternehmen immer wieder vorwerfen lassen, dass die eigenen Produkte nicht nur unsicher sind, sondern sich daran auch nie etwas ändern wird. Mittlerweile haben die Redmonder bereits mehrfach eingestanden, dass die Sicherheit früher nicht die höchste Priorität bei der Entwicklung hatte. Heutzutage versucht Microsoft, durch den Einsatz spezieller Entwicklungsmethoden Sicherheitsaspekte in den Vordergrund zu rücken.

Da auch ein Jahr nach der Fertigstellung von Windows Vista, dem nach eigenen Angaben bisher sichersten Betriebssystem von Microsoft, weiterhin über die angebliche Unsicherheit der Produkte des Software-Riesen aus Redmond gelästert wird, hat Roger Halbheer nun eine Versachlichung der Diskussion gefordert.

Halbheer ist Chef-Berater in Sicherheitsfragen bei Microsoft EMEA und muss sich in dieser Position besonders häufig mit den seiner Meinung nach überholten Debatten zur Sicherheit der Produkte seines Arbeitgebers herumschlagen. Ihm zufolge, hilft der Streit um die Frage "Wer ist sicherer - Windows, Linux, Mac...?" nur wenig.

Derartige Diskussionen hätten keinen Wert, so Halbheer in seinem Weblog. Man müsse stattdessen konkret wissen, was in Sachen Sicherheit noch zu tun ist, um die eigenen Prioritäten danach festzulegen und schlussendlich das bestmögliche Ergebnis abzuliefern, schreibt er weiter.

Dabei seien Diskussionen um die Sicherheit bestimmter Systeme kaum sinnvoll. Jedes Mal, wenn ein Anbieter eine Reihe von Sicherheitslücken schließen müsse, beginne die Diskussion von Neuem, so Halbheer. Als jüngstes Beispiel nannte er die von Apple kürzlich ausgelieferten Patch-Pakete für Mac OS X, bei denen sofort wieder von einem "Mega-Patch" die Rede gewesen sein soll.

Statt den Schwarzen Peter ständig von einem Anbieter an den Nächsten weiterzureichen, sollten sich Anwender und Hersteller lieber gemeinsam für eine Verbesserung der Gesamtsituation engagieren, fordert Halbheer deshalb. Die Hersteller seien zwar in einigen Bereichen Konkurrenten, doch die Sicherheit ist seiner Meinung nach ein Problem, das die ganze Industrie betrifft.

Erste Beispiele dafür sieht Halbheer bereits. So haben sich zum Beispiel diverse Anbieter von Sicherheitssoftware in der Virus Information Alliance (VIA) zusammengeschlossen, um Informationen über neue Bedrohungen aus dem Internet auszutauschen.

Insgesamt sei es notwendig, dass weniger Zeit mit sinnfreien Diskussionen darüber, ob nun das eine Produkt "besser" sei als das andere, verbracht wird. Stattdessen müsse es einen konstruktiven Dialog geben, der frei von Anschuldigungen und Hetze ist, schreibt Halbheer.

Er lud alle Anwender und Softwarehersteller ein, Rückmeldungen dazu abzugeben, welche Ideen man über die bisher vorhandenen Bemühungen für mehr Sicherheits umsetzen kann, um die Situation für Otto Normalnutzer zu verbessern.
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