XPS One: Vista-Konkurrenz für Apples iMac von Dell
Apples iMac kombiniert Notebooktechnik und ein schickes Design zu einem ansehnlichen und zudem auch noch leistungsfähigen Paket, das sowohl im Geschäftskundenbereich als auch bei Heimanwendern gut angenommen wird. Viele halten den iMac aufgrund seiner positiven Eigenschaften für die Definition eines All-in-One-PCs.
Bei der Konkurrenz hat man den Trend zu kombinierten Desktop-Geräten bisher größtenteils verschlafen. Während HP mit seinem eher unförmigen "Touch-PC" kaum erfolgreich auf Kundenfang geht, versucht nun mit Dell ein weiterer großer Hersteller dem iMac Konkurrenz zu machen.
Die Amerikaner haben mit ihrem XPS One eine eigene Interpretation des All-in-One-Konzepts vorgestellt. Das schwarz gehaltene Gerät vereint wie Apples iMac Notebooktechnik mit einem Design-Gehäuse, bietet aber eine teilweise deutlich bessere Ausstattung.

Hinter dem 20-Zoll-Widescreen-Display mit einer Auflösung von 1680x1050 Bildpunkten verstecken sich wie erwähnt Notebook-Komponenten, allerdings in Kombination mit Desktop-Prozessoren. Dabei handelt es sich je nach Ausstattungsvariante um einen Intel Core 2 Duo E4500 oder E6550 mit jeweils 2,2 bzw. 2,33 Gigahertz Taktfrequenz.
Anders als bei Dell üblich kann der Kunde beim XPS One keine eigene Auswahl der Hardwarekomponenten treffen. Dies dürfte angesichts der reichhaltigen Ausstattung ohnehin kaum notwendig sein. Neben zwei Gigabyte Arbeitsspeicher bietet das Gerät 500 Gigabyte Festplattenkapazität.
In Sachen Grafikleistung beeindruckt der XPS One allerdings nur wenig. Beim Topmodell verbaut Dell eine ATI Radeon HD 2400, während die Basisvariante mit der Intel-Chipsatz-Grafik auskommen muss. Dafür will Dell mit einem (hoffentlich) zukunftssicheren Blu-ray-Laufwerk punkten.
Der Dell XPS One bringt zudem einen eingebauten HD-fähigen TV-Tuner mit, verfügt über die üblichen drahtlosen Kommunikationswege Bluetooth und 802.11n-WLAN und lässt sich via Fernbedienung fernsteuern. Als Betriebssystem kommt Microsofts Windows Vista zum Einsatz.
Ob Dell mit dem XPS One jedoch tatsächlich erfolgreich gegen Apples iMac antreten kann, ist aus mehreren Gründen fraglich. Zum einen kosten die Geräte deutlich mehr als die sonst wegen ihrer hohen Preisen kritisierte Apple-Konkurrenz - zwischen 1500 und 2400 US-Dollar verlangt Dell.
Außerdem bringt das Gerät zwar ein Blu-ray-Laufwerk und einen HD-Tuner mit, das Display kann aber wegen einer zu geringen Auflösung keine Inhalte in voller HD-Auflösung darstellen. In Deutschland bietet Dell den XPS One bisher nicht an.
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