Neue Windows-"Lücke": Microsoft sieht kein Risiko
Microsoft hat die Erkenntnisse einer israelischen Forschergruppe in Frage gestellt, die kürzlich ein Dokument veröffentlicht hatte, das belegen soll, dass der in Windows enthaltene Zufallszahlengenerator ein mögliches Sicherheitsrisiko darstellt.
Der Random Number Generator von Windows spielt bei der Verschlüsselung von Dateien und E-Mails eine Rolle. Auch beim Aufbau von SSL-verschlüsselten Verbindungen mit Web-Browsern wird der Zufallsgenerator genutzt. Als Einsatzbeispiel sei die Übermittlung von Passwörtern oder Kreditkartendaten beim Online-Banking genannt, bei der der Random Number Generator einen zufälligen Schlüssel generiert, damit die Gegenseite die verschlüsselt übertragenen Daten nutzen kann.
Die Forscher von der Universität Haifa gehaupten in ihrem Papier, dass der Zufallszahlengenerator eine Schwachstelle enthält. Durch deren Ausnutzung sollen Angreifer in der Lage sein, die persönlichen Daten von Anwendern abzufangen, da ihre verschlüsselte Übertragung nicht mehr sichergestellt wäre. Es handele sich nicht um ein theoretisches Problem, so die Wissenschaftler.
Microsoft ist da allerdings anderer Meinung. Man habe die Erkenntnisse der Forscher inzwischen näher untersucht und dabei festgestellt, dass es sich nicht um eine Sicherheitslücke handelt, so das Unternehmen. Es würden keine Informationen an unautorisierte Empfänger weitergegeben. Außerdem sei in jedem Fall Vorraussetzung, das der Anwender mit Administratorrechten angemeldet ist.
Da Administratoren grundsätzlich Zugriff auf alle Dateien und Systemressourcen hätten, sei keine unfreiwillige Herausgabe von Daten zu erwarten - es bestehe also keine Schwachstelle, hieß es. Microsoft empfiehlt Anwendern, die sich durch den Bericht der israelischen Forscher verunsichert fühlen, den üblichen Grundsatz zu verfolgen, im Alltag nie mit Administratorrechten zu arbeiten.
Außerdem sei die Zahl der Anwender mit Administratorrechten zu minimieren, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten und die Auswirkungen besonders häufiger Attacken zu begrenzen. Microsoft will dennoch Veränderungen am Zufallszahlengenerator von Windows in Erwägung ziehen, um dessen Funktion weiter zu verbessern.
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